Der Hobby-Blog

Mein Blog zu Familie und Erziehung

Mittlerweile ist es in jeder Familie normal, dass mehrere PC’s oder Macs und natürlich Smartphones vorhanden sind. Computer, Tablets und Smartphones sind hochkomplexe Geräte und längst nicht jeder hat Lust, sich die nötigen Kenntnisse für die Einrichtung bzw. Fehlerbehebung anzueignen. Ohne eine PC Hilfe Berlin oder einen PC Notdienst kommen viele nicht weiter. Nun könnte man sagen, im Internet findet man immer jemanden, der das gleiche Problem hatte und eine Frage dazu gepostet hat. Das stimmt zwar fast immer, jedoch ist die Suche danach mühsam und zeitaufwendig und das größte Problem für die meisten Anwender ist, dass die bereit gestellten Lösungen wiederum Wissen voraussetzen, das der Anwender oft nicht hat.

Dann kommt es zu der absurden Situation, dass man dann die in den Lösungen beschriebenen Lösungsschritte googeln muss und dann meistens totale Verwirrung entsteht. Um das Geld für eine Computer Hilfe Berlin oder einen PC Doktor zu sparen, verwenden viele Leute eine Menge Lebenszeit, was oft genug in Frustration endet, schlimmstenfalls in einen großen Familienstreit. Ich habe es selbst erlebt, unser Router ist ausgefallen, kein Telefon und kein Internet. Kein Telefon ist heute kein Problem mehr, wenn alle Handys haben, aber kein Internet? Geht natürlich gar nicht. Trotz verzweifelter Bemühungen bekam ich den Router nicht wieder zum Laufen. Nicht hilfreich waren die ständigen Nachfragen der Familienmitglieder, wann es denn wieder ginge. Nachdem ich mit dem Problem nicht weiter gekommen bin, suchte ich mir über meine mobile Internet-Verbindung einen PC Notdienst Berlin, der mir schon am Telefon versuchte, zu helfen. Allerdings kamen wir nicht weiter und wir machten einen Termin. Am nächsten Tag kam der freundliche Herr vom PC Service Berlin und schaute sich den Router an. Er stellte ziemlich schnell fest, dass der Router defekt war und bot mir an, eine mitgebrachte Fritzbox als Ersatz anzuschließen. Dem stimmte ich zu und nach dem Anschluss und der Einrichtung der Fritzbox waren wir wieder online. Der Preis für den IT Dienstleister war wirklich in Ordnung und das Wichtigste: Die Familie hatte keinen Grund zu murren.

Azubi im Einzelhandel: Wer diesen Berufswunsch hat, hat allerbeste Chancen.

Die Lage ist dieses Jahr besonders schlimm: Immer weniger junge Menschen verlassen aufgrund des demographischen Wandels die Schulen. Und immer mehr junge Menschen wollen studieren. Es leiden die Ausbildungsbetriebe für deren Lehrstellenangebote sich immer weniger Schulabgänger interessieren.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Jochen Schweitzer, hat dafür deutliche Worte gefunden. Den Unternehmen „gehen die Bewerber aus“, sagte er: „Rund 14.000 haben überhaupt keine Bewerber mehr.“

Immer mehr Alarmstimmung wegen des Azubi-Mangels: Mancherorts gibt es gar keine Bewerber mehr.

172.224 offene Ausbildungsstellen gab es laut DIHK Ende Juli. Ende Juli letzten Jahres waren es 168.900, also 3300 weniger. Richtig frappierend ist der Unterschied zum Vorjahr jedoch, wenn man sich ansieht, wie groß die Lücke zwischen  Ausbildungsangeboten und suchenden Jugendlichen ist: Die Arbeitsagenturen hatten diesmal Ende Juli noch 24.000 Ausbildungsangebote mehr als suchende Jugendliche zu vermelden; im Vorjahr waren es nur 13.000.

Es gibt auch in diesem Jahr wieder Berufe, in denen die Arbeitgeber besonders dringlich auf der Suche sind. Rund 6200 Plätze für Köche waren dort etwa gemeldet, 4400 Lehrstellen für Hotelfachleute und 5300 Plätze für Kaufleute im Büromanagement. Auch als Friseur, Lagerlogistiker, KFZ-Mechatroniker oder medizinischer Fachangestellter haben suchende Jugendlich noch richtig gute Chancen: In all diesen Berufen gibt es Tausende offene Plätze.

Den Handel trifft es am härtesten

Am härtesten trifft der Bewerbermangel allerdings den Handel. Nach DIHK-Angaben waren Ende Juli noch 12.300 Lehrstellen für Einzelhandelskaufleute offen und 11.400 als Verkäufer. „Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, geeignetes Personal für ihre Ausbildungsstellen zu finden“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Die Ursachen liegen im demographischen Wandel und in der zu geringen gesellschaftlichen Wertschätzung für die duale Ausbildung.“

Es müsse in den Schulen und insbesondere den Gymnasien noch deutlicher gemacht werden, dass nicht nur die akademische Bildung zu guten Karrierechancen führe. Im Handel beispielsweise kommen mehr als 80 Prozent der Führungskräfte aus den eigenen Reihen, viele davon haben ihre Laufbahn mit einer Ausbildung in der Branche begonnen, sagte der Verbandschef.

Ähnlich argumentiert auch der DIHK: „Viele junge Leute sind sich nicht im Klaren darüber, dass die Gefahr von Arbeitslosigkeit bei einer Kombination von betrieblicher Aus- und Weiterbildung geringer ist als bei Akademikern“, sagte Schweitzer. „Und häufig verdient eine Fachkraft keineswegs schlechter als jemand, der eine Hochschule besucht hat.“

Wer nicht „ausbildungsreif“ ist kann Unterstützung bekommen

Dass die Zahl der offenen Lehrstellen so hoch ist, hat aber noch einen weiteren, durchaus verblüffenden Grund: Obwohl der Anteil der Betriebe, die überhaupt junge Menschen ausbilden, laufend zurückgeht, steigt die Zahl der Ausbildungsplätze, die von den verbliebenen Lehrbetrieben angeboten werden, wie die F.A.Z. schon Mitte Juli berichtete. Weil die Nachwuchsjahrgänge und Bewerberzahlen schrumpfen, treffen angehende Azubis also auf mehr Stellen. Kein Wunder, dass Schweitzer wirbt: „Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen.“

 

Der DIHK bemängelt allerdings auch, dass mancher Schulabgänger gar nicht die nötige Qualifikation für eine Berufsausbildung mitbringe. „Die Unternehmen tun schon eine ganze Menge, geben zum Teil sogar Nachhilfe, um auch leistungsschwächeren Ausbildungschancen zu geben“, sagte der Ausbildungsfachmann des DIHK, Markus Kiss. „Gleichwohl braucht es ein Mindestmaß an schulischer Vorbildung, damit eine Ausbildung erfolgreich geschafft werden kann.“

Ein von der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Vorjahr gestartetes Modell soll gegensteuern. Die so genannte „assistierte Lehrlings-Ausbildung“, die extra für schwächere Azubis gedacht ist. Dabei steht dem Lehrling und dem Betrieb meist ein Berufsbildungswerk zur Seite. Es gibt Nachhilfe für die jungen Menschen, aber auch so etwas wie „Lebenshilfe“ etwa bei Prüfungsstress oder Problemen mit dem pünktlichen Erscheinen bei der Arbeit. „Die Assistierte Ausbildung ist ein gutes Instrument, das beiden hilft – leistungsschwächeren Azubis und Ausbildungsbetrieben“, sagt Kiss.

Das Programm stößt auf wachsendes Interesse: Schon im ersten Jahr haben Angaben der BA zufolge 4800 Jugendliche von dem Projekt profitiert. Im neuen Lehrjahr sollen bis zu 7350 Auszubildende im Rahmen des Projekts betreut werden können; wie viele das Unternehmen und Azubis das Angebot tatsächlich nutzen werden ist bis dato noch unklar.

Entdeckt auf:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt

Arbeitnehmer ohne Berufsausbildung erhalten bei Teilnahme an einer abschlussbezogenen Weiterbildung künftig Prämien für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen. Der Vorrang, jemanden in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln, soll einer Weiterbildung künftig nicht mehr im Weg stehen, wenn durch diese eine dauerhafte berufliche Eingliederung erreicht werden kann.

Das beschloss der Bundestag am Donnerstag, 2. Juni 2016, indem er mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD den geänderten Gesetzentwurf (18/8042) der Bundesregierung zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung (AWStG) annahm. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung.

Regierungsentwurf und Anträge der Opposition

Zu den umfangreichen Regeln des Entwurfes gehört auch, dass Menschen, die ihre Beschäftigung oder den Bezug von Arbeitslosengeld durch eine länger andauernde Weiterbildung unterbrechen, den zuvor bestehenden Arbeitslosenversicherungsschutz auf dem Weg einer freiwilligen Weiterversicherung durch Zahlung eigener Beiträge aufrechterhalten können. Außerdem wird eine bis Ende 2016 befristete Sonderregelung zur verkürzten Anwartschaftszeit für überwiegend kurzzeitig Beschäftigte bis 31. Juli 2018 verlängert.

Grüne und Linke hatten jeweils eigene Anträge eingebracht, die jedoch abgelehnt wurden. Die Linke hatte in ihrem Antrag (18/7425) unter anderem gefordert, die Rahmenfrist, innerhalb derer Anwartschaftszeiten für den Bezug von Arbeitslosengeld (ALG I) erworben werden müssen, von zwei auf drei Jahre heraufzusetzen und die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld zu verlängern.

Die Grünen plädierten in ihrem Antrag (18/5386) ebenfalls dafür, Beitrags- und Anwartschaftszeiten grundlegend neu zu regeln. So sollte schon nach viermonatiger Beitragszeit ein zweimonatiger Bezug von Arbeitslosengeld möglich sein und die freiwillige Arbeitslosenversicherung für alle Selbstständigen geöffnet werden.

Bundesregierung: Präventive Arbeitsmarktpolitik

Anette Kramme (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, lobte den Gesetzentwurf als „Beitrag für eine präventive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik“, von dem Menschen profitieren, denen Weiterbildung bisher verschlossen war.

Sie betonte, dass sich die SPD in Bezug auf eine Verlängerung der Rahmenfrist auf drei Jahre mehr erhofft hätte, dies aber „nicht erreichbar“ gewesen sei.

Linke: Es gibt kaum Weiterbildungsangebote

„Eine tatsächliche Stärkung der Weiterbildung suche ich in dem Entwurf vergeblich“, resümierte dagegen Sabine Zimmermann (Die Linke).

Sie warf der Bundesregierung vor, das Bild des unmotivierten Erwerbslosen zu bemühen, wenn sie davon rede, mit Prämien die Motivation stärken zu wollen. „Das ist schäbig. Denn die Wahrheit ist: Viele Erwerbslose wollen sich weiterbilden, aber es gibt kaum Weiterbildungsangebote für sie.“

CDU/CSU: Wir schließen Lücken

Albert Weiler (CDU/CSU) hielt dagegen: „Mit dem Gesetzentwurf nehmen wir vor allem Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose in den Focus, um sie zu qualifizieren.“ Derzeit breche jeder vierte Teilnehmer seine Weiterbildung vorzeitig ab. Diese Zahl zu reduzieren, sei der richtige Weg, so Weiler.

Außerdem würden Lücken in der Arbeitslosenversicherung geschlossen, durch die Möglichkeit, sich während einer Weiterbildung freiwillig weiter zu versichern.

Grüne: Mit zweierlei Maß

Brigitte Pothmer (Bündnis 90/Die Grünen) erkannte zumindest eine Gemeinsamkeit mit der Bundesregierung, nämlich in der Feststellung, dass Deutschland ein Fachkräftearbeitsmarkt sei und man in die Fachkräfte investieren müsse. „In begrenztem Umfang“ tue dies der Gesetzentwurf für die Bezieher von Arbeitslosengeld I, sagte Pothmer.

Sie warf der Regierung jedoch vor, mit zweierlei Maß zu messen, weil sie bestimmte sinnvolle Änderungen, wie die Abschaffung des Vermittlungsvorrangs, nicht auf SGB-II-Bezieher (Hartz IV) ausdehne. „Sie haben die SGB-II-Bezieher vollständig abgeschrieben“, warf sie der Regierung vor.

SPD: Neue Wege eröffnen

Für die Sozialdemokraten betonte Michael Gerdes (SPD): „Wir verabschieden das Gesetz, damit mehr Menschen Zugang zu beruflicher Weiterbildung und Ausbildung haben. Wir wollen denjenigen, die bisher von Arbeit und Ausbildung ausgeschlossen sind, neue Wege eröffnen.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass die Mehrheit der Menschen im SGB-II-Bezug keinen Berufsabschluss hat.

Je geringer die Qualifikation, je geringer seien die Chancen, desto weniger Teilhabe gebe es. „Wir wollen als Sozialdemokraten selbstverständlich das Gegenteil“, bekräftigte Gerdes. (che/02.06.2016)

 

Zuerst veröffentlicht auf:

www.bundestag.de/blueprint/servlet/redirect/423888

Ngatokotoru Puna fährt im Januar zum Auckland Airport. Er hat an einer Weiterbildung in Australien teilgenommen und will nun zurück auf die Cookinseln fliegen, wo er als Mathelehrer arbeitet. Doch am Flughafen nehmen Polizisten den 40-Jährigen fest.

Puna denkt zunächst, das sei ein Missverständnis: Er hat sich doch nichts vorzuwerfen. Oder doch? Der Neuseeländer ist einer von Zehntausenden Uni-Absolventen, die ihre Studiengebühren noch nicht oder nicht vollständig zurückgezahlt haben. Punas Schulden sollen durch die Zinsen inzwischen auf 130.000 Dollar angewachsen sein, berichtet die neuseeländische Webseite “Stuff”.

An dem Mathelehrer will die neuseeländische Regierung ein Exempel statuieren: Er ist der erste Uni-Absolvent, der wegen ausstehender Studiengebühren festgenommen wird. Seine Festnahme soll andere abschrecken und dazu bewegen, endlich ihre Schulden zu begleichen. Puna darf erst auf die Cookinseln zurückkehren, als er 5000 Dollar zahlt und verspricht, den Rest seiner Schulden zu begleichen.

Am vergangenen Dienstag wurde eine zweite Frau am Auckland Airport festgenommen, als sie nach Australien fliegen wollte. Auch sie muss noch Studiengebühren zurückzahlen.

Rund 112.000 neuseeländische Studienkredit-Schuldner leben inzwischen im Ausland, 70 Prozent von ihnen sind mit der Begleichung ihrer Kredite in Verzug, wie verschiedene neuseeländische Medien berichten, etwa der Radiosender Radio NZ. “Rund 20 Personen stehen unter besonderer Beobachtung des Finanzamts. Sie können festgenommen werden, wenn sie nach Neuseeland zurückkehren”, sagte Bildungs- und Entwicklungsminister Steven Joyce dem Sender.

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte dem “New Zealand Herald”: “Die Festnahmen sind absolut unser letztes Mittel. Vorher versuchen wir, die Schuldner auf allen möglichen Wegen zu erreichen, um mit ihnen zu klären, wie sie ihre Schulden zurückzahlen können.” Das Finanzamt hat sogar eine eigene Webseite eingerichtet, auf der erklärt wird, wie man seine Schulden am besten begleichen kann.

Weil viele Schuldner in Australien leben, verhandelt Neuseeland mit dem Nachbarland über eine neue Vereinbarung, um leichter an die Adressen der betreffenden Personen heranzukommen und ihnen Mahnungen schicken zu können.

Studentenverbindungen kritisieren die harten Methoden der Regierung: Sie würden die Schuldner zu Studienkredit-Flüchtlingen machen, die aus Angst, festgenommen zu werden, sich nicht mehr zu Hochzeiten oder Beerdigungen in der Heimat trauten.

Auch die Grünen-Politikerin Julie Anne Genter sagte, solche Methoden seien zu hart. “Warum bemühen wir uns so sehr darum, Studenten zu jagen, nur weil sie sich hier haben ausbilden lassen? Warum verfolgen wir nicht lieber multinationale Unternehmen, die im Land keine Steuern zahlen?”

Doch offenbar zeigt das Vorgehen der Regierung Wirkung: Nach Ngatokotoru Punas Verhaftung sind die Rückzahlungen von Studienkrediten um rund 30 Prozent angestiegen, sieben Millionen Dollar wurden so mehr als im Vorjahreszeitraum zurückgezahlt.

 

zur Webseite:

www.spiegel.de/unispiegel/studium/

Wer auf Instagram und Food-Blogs unterwegs ist, kommt an kunstvollen Fondant-Torten schon lange nicht mehr vorbei. Da entstehen ganze Bilderwelten aus kunterbunter Zuckermasse, filigrane Figuren wachsen aus mehrstöckigen Torten und zarte Blüten verwandeln einen einfachen Kuchen in ein Stückchen Kunst, das eigentlich viel zu schön ist zum Essen. Habt ihr euch da nicht auch schon mal gewünscht, ihr könntet einem lieben Menschen mit so einem zuckersüßen Kunstwerk eine Freude machen? Dann könnt ihr jetzt endlich loslegen, denn wir verraten euch, wie ihr Fondant-Torten selber macht.

1. Bei Fondant-Torten kommt es auf die Planung an

Ob zum Muttertag, zum Geburtstag, zum Jahrestag, zur Verlobung oder zur Hochzeit – Motivtorten aus Fondant sind immer eine gute Idee. Zwei Dinge sind besonders wichtig, bevor ihr loslegt: 1. das Konzept und 2. das Zeitmanagement. Ganz am Anfang steht das Motiv. Am besten zeichnet ihr auf, wie eure Torte am Ende aussehen soll. Bildvorlagen aus dem Internet helfen euch, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Viele Blogger stellen zahlreiche Nahaufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven von ihren Werken ins Netz, die euch als Vorlagen dienen können.

Sobald ihr wisst, was ihr vorhabt, geht es an das Zeitmanagement. Die richtige Planung hat für Motivtorten aus Fondant eine besondere Bedeutung, denn Blüten und Figuren sollten mindestens eine Woche vorher geformt und gefärbt werden. Der spezielle Modellierfondant muss nämlich gut trocknen, bevor ihr die Torte damit schmücken könnt. Der Kuchen selbst sollte etwa 3 Tage vor dem großen Tag gebacken werden. Das eigentliche Dekorieren ist dann ein Job für den letzten Tag, bevor ihr die Torte präsentieren wollt. Ihr seht also: Mal eben schnell eine Motivtorte backen ist nicht möglich. Plant unbedingt genügend Zeit ein, um euer Kunstwerk in Ruhe fertigstellen zu können.

2. Am Anfang steht der Kuchen

Eine Fondant-Torte soll aber nicht nur richtig toll aussehen, sondern auch gut schmecken. Ein leckerer Kuchen ist deshalb die Basis für eure Kreation. Fangt am besten mit einer einstöckigen, runden Torte an. Geeignet sind sowohl trockene Kuchen, wie etwa Rührkuchen, als auch Kuchen mit Sahne-, Quark-, Frucht-, Pudding- oder Joghurtfüllungen. Für den Anfang empfehlen wir einen einfachen Rührkuchen, der in der Springform gebacken wird. Zum Rezept: Rührkuchen Er ist stabil und lässt sich gut zuschneiden. 8 bis 12 cm hoch darf so ein Kuchen dann schon sein. Je höher, desto schöner sehen die Kreationen am Ende aus.

Gefüllte Motivtorten hingegen bestehen aus mehreren Böden, zwischen denen jeweils eine 1 cm hohe Schicht Füllung verstrichen wird. Auf diese Weise erzeugt ihr ebenfalls Höhe. Inspirationen für eure Kreationen könnt ihr euch aus unseren Torten-Rezepten holen. Wie wäre es zum Beispiel mit dieser Hochzeitstorte oder mit einer wunderschön verzierten Margeritentorte?

Nach dem Backen braucht der Teig Zeit zum Auskühlen und Ausdampfen – idealerweise über Nacht. Nur dann kann der Kuchen gut mit Buttercreme oder Ganache eingestrichen werden. Dieser Schritt ist besonders wichtig, weil so eine glatte Oberfläche geschaffen wird, auf der der Fondant befestigt wird. Wichtig: Fondant verzeiht keine Fehler. Selbst kleinste Unebenheiten können durch den Fondant drücken und ihn sogar reißen lassen. Zum anderen schützt die Ganache den Fondant vor Kontakt mit der Tortenfüllung. Der Zucker im Fondant zieht nämlich die Flüssigkeit aus der Füllung, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass der Fondant durchweicht.

3. Die Grundlage für eure Fondant-Torte schaffen

Lasst die Ganache vor dem Einstreichen über Nacht kühl stehen und bestreicht den Kuchen dann möglichst glatt damit. Am besten geht das auf einem Drehteller und mit einer Teigkarte. Achtet darauf, dass alle kleinen Unebenheiten verschwinden. Manchmal muss man die Torte mehrfach einstreichen, aber auch das ist ganz normal. Lasst die Ganache wiederum über Nacht gut trocknen und achtet dabei darauf, dass der Kuchen kühl steht. Vor allem wenn ihr eine sahnehaltige Füllung verwendet, sollte die Torte nie länger ungekühlt stehen, sonst war eure ganze Arbeit umsonst.

Nun geht es an den spannenden Teil: das Eindecken mit Rollfondant. Man kann den Fondant zwar sehr gut selbst machen, für den ersten Versuch empfehlen wir jedoch, Rollfondant in einem Tortenshop zu kaufen. Dort gibt es auch geeignetes Modellier-Werkzeug, mit dem ihr Figuren und Blüten kreieren könnt. Schaut euch einfach mal um.

4. Der große Moment: Die Motivtorte dekorieren

Um den Kuchen mit Rollfondant einzudecken, rollt den Fondant am besten auf der Arbeitsplatte aus. Dafür braucht ihr in der Regel viel Platz und eine saubere Unterlage. Jegliche Unebenheit ist nachher auf dem Fondant sichtbar. Eine Silikonmatte und ein Nudelholz, das ebenfalls mit Fondant umhüllt ist, sind besonders hilfreich. Den ausgerollten Fondant dann mittig über das Nudelholz legen und auf der Torte platzieren, sodass auf allen Seiten gleich viel Masse liegt. Nun muss der Fondant geglättet werden. Geeignete Glätter bekommt ihr ebenfalls im Tortenshop eurer Wahl.

Wenn die Flächen schön glatt und eben sind, könnt ihr daran gehen, eure Fondant-Torte mit den Blüten und Figuren, die ihr vorab aus geeignetem Modellierfondant bzw. aus Blütenpaste hergestellt habt, nach Herzenslust zu dekorieren. Der Vorteil des Modellierfondants: Er lässt sich gut und vor allem lange bearbeiten sowie sehr gut färben und bemalen. Die Blütenpaste hingegen trocknet schnell und härtet dann sehr fest aus. Sie muss also schnell bearbeitet werden. Eine dritte Möglichkeit, Dekoration für eure Fondant-Torte herzustellen, ist Formen und Figuren aus weichem Rollfondant auszustechen. Schokomodelliermasse und Marzipan kommen als Alternativen natürlich ebenfalls infrage. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

5. Weiter geht’s: Hier gibt es noch mehr Anleitungen

Eine sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitung für eure eigene Fondant-Torte findet ihr bei “Tortenlust”. Bloggerin Selina gehört zu den bekanntesten Fondant-Künstlern der Szene. Ebenfalls sehr hilfreich ist die Anleitung, die Claudia auf ihrem Blog “Ofenkieker” erstellt hat. Auf beiden Seiten gibt es auch sehr anschauliche Bilder, weiterführende Anleitungen zum Gestalten von Figuren und Deko-Elementen sowie Rezepte für Fortgeschrittene. Wer ein bisschen Ermunterung braucht, der sollte den Erfahrungsbericht von Nadine auf ihrem Blog “dreierlei liebelei” lesen. Obwohl ihre erste Fondant-Torte ein ziemlicher Krimi war, hat sich die Mühe am Ende gelohnt.

 

Originalbeitrag lesen:

http://www.brigitte.de/

Etwas Abstand bitte: Was genau hinter Krankengeschichten steht, geht Unis nichts an, finden viele Studenten.

Es war eine Prüfungsphase wie immer, doch in diesem Winter war für Marie nichts wie immer. Marie, Studentin der Politik und Soziologie, hatte private Probleme. Die psychische Belastung war so groß, dass sie sich krankschreiben ließ und zu Hause blieb. Plötzlich ein Anruf vom Prüfungsamt, sie solle dringend vorstellig werden: Auf dem Krankenschein fehlten die Symptome, das reiche so nicht, sie gelte damit als durchgefallen. Das weitere Studium war akut gefährdet. „Das hat mich in Panik versetzt“, erzählt sie. Sie sei zugleich beschämt gewesen – dann nämlich, als sie das ausgefüllte Attest des Psychiaters einreichen musste. Plötzlich war sie wie gläsern. Und das mit etwas sehr Privatem, ihrer Krankheit.

Marie, die anders heißt, ihren Namen aber nicht in der Zeitung lesen will, ist nicht die Einzige, der es an ihrer Uni so erging. Gerade in diesen Tagen, in denen Semesterabschlussprüfungen geschrieben werden, wiederholt sich ihre Geschichte, so oder so ähnlich. Wer sich zum Beispiel an der Universität Freiburg von einer Klausur oder Hausarbeit abmelden will, dem reicht ein einfacher gelber Zettel vom Hausarzt nicht. Die Uni verlangt mehr als eine übliche Krankschreibung – nämlich „Angaben zu Symptomen und der daraus resultierenden Leistungsminderung“, wie es auf einem Formular heißt. Die Begründung der Uni: Sogenannte „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen versetzen den Prüfungsausschuss nicht in die Lage, die Frage der Prüfungsfähigkeit zu beurteilen, weshalb eine Genehmigung des Rücktritts dann nicht möglich ist“. Arbeitsunfähig, aber prüffähig? Für Studenten klingt das absurd.

Krankgeschriebene Studenten können nicht zur Prüfung kommen. Oder doch? Manche Unis fragen genau nach.

Andere Hochschulen wie etwa in Kiel, Dortmund und Darmstadt haben von dieser Praxis nach Protesten der Studenten Abstand genommen. Einige beharren aber weiter darauf. Und die Idee dahinter klingt erst einmal gar nicht schlecht: Gleiche Chancen für alle. Keiner soll länger lernen dürfen und sich damit einen Vorteil verschaffen. Aber rechtfertigt das einen so tiefen Einblick in die Privatsphäre? Die Studenten sagen: Nein.

Ein Sportstudent, dem das Kreuzband gerissen ist, mag keine Praxisprüfung in Volleyball mehr zustande bringen, wohl aber das dazugehörige Regeltestat. Auch eine Grippe kann man oft förmlich von der Nasenspitze ablesen, da gibt es dann nichts zu verheimlichen. Auf der anderen Seite gibt es oft gute Gründe, dass Studenten die Details ihrer Krankengeschichten nicht öffentlich machen wollen. Da müssen noch nicht einmal, so wie bei Marie, psychische Probleme dahinterstecken – die zu einer Stigmatisierung oder Ausgrenzung führen könnten. Und die man gerne für sich behält oder allenfalls der eigenen Familie und Freunden anvertrauen möchte.

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www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/

Deutsch-Lehrbücher für Flüchtlinge

Hunderttausende Geflüchtete lernen Deutsch. Doch Alltagssprache üben sie nur selten. Zu Gast in einem Sprachkurs.

Faouzi El-Jassem kommt gut mit im Unterricht. Im Test erzielt er 28 von 30 Punkten. „Deutsch ist für mich nicht schwer. Ich kann es mit Spanisch vergleichen.“ Über seine Fehler ärgert sich der Schüler dennoch: „Ich kann die Regeln“, sagt er und zeigt auf einen Fehler im Lückentext. „Ich habe die Präposition ‚mit‘ nicht gesehen“. Faouzi El-Jassem ist gelernter Laborant. Damit er auch in Deutschland einen Job bekommt, muss er die Sprachprüfung bestehen. Seit fünf Monaten paukt der 48-jährige Libanese täglich für den bevorstehenden „Deutschtest für Zuwanderer“. Für das geforderte Niveau B1 brauchen El-Jassem und die anderen 16 KursteilnehmerInnen vor allem Grammatiktraining. Es geht um sämtliche Regeln und Ausnahmen der deutschen Grammatik: Konjunktiv, Passiv, lokale Präpositionen. Wer die Prüfung besteht, hat erfolgreich am Integrationskurs teilgenommen. Und das heißt: unbefristete Aufenthaltsgenehmigung, Zugang zum Arbeitsmarkt.

„70 Prozent der Prüfung besteht aus Grammatikaufgaben“, sagt Gülcan Eren. Die Deutschlehrerin nimmt an diesem Tag Adjektivdeklinationen mit dem bestimmten Artikel durch. An die Tafel hat Eren farbige Beispielsätze gemalt. Sie lässt wiederholen: „Beim Akkusativ heißen die Artikel den, die, das. Das müsst ihr lernen.“ In Erens Integrationskurs sitzen die, die es fast geschafft haben, die motiviert sind.

Doch nicht jeder im Kurs bringt Fremdsprachenkenntnisse mit wie Laborant El-Jassem. In manchen Kursen seien die Unterschiede zwischen den KursteilnehmerInnen so gravierend, dass sie mehrere Kleingruppen bilden müsse. Dann könne sie die Lernziele aus dem Buch kaum erreichen. „Die Anwendung kommt viel zu kurz“, sagt Eren.

 

Bil|dungs|stan|dard, der

 

Die Berliner dtz-bildung & qualifizierung GmbH, die den Integrationskurs anbietet, arbeitet mit dem Buch „Schritte Plus“ vom Hueber-Verlag. Das Lehrwerk ist für „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) konzipiert. Es richtet sich nicht an Flüchtlinge mit heterogenem Bildungsstandard, die in Deutschland sind, sondern an die rund 16 Millionen Deutschlernenden mit hohem Bildungsniveau im Ausland. Bei dieser Zielgruppe steht nicht die schnelle Sprechfähigkeit im Vordergrund, sondern der systematische Erwerb der deutschen Sprache. Ein Konzept, das Deutschlerner Faouzi El-Jassem nicht versteht: „Sprache lernt man mit Gefühl, im Kontakt mit Deutschen. In unserem Buch ist Sprache wie Mathematik.“

Für die Hunderttausenden Flüchtlinge, die derzeit in Deutschland sind, wäre ein anderes Konzept geeigneter: „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ). Es zielt darauf ab, dass sich Lernende in einem deutschsprachigen Land zurechtfinden müssen. Umgangssprache und Alltagswortschatz sind für sie dringender als die Ausnahmen bei der Konjunktivbildung. Doch die meisten Flüchtlinge in Deutschland arbeiten mit Deutschbüchern für Fremdsprachenlernende. Also mit Büchern, die voll mit Grammatik und alltagsfremden Beispielen sind.

Ausgebildete Lehrkräfte mögen darauf vorbereitet sein, bei heterogenen Lerngruppen „binnendifferenziert“ zu unterrichten. Doch wie gut kommen die Laien in den vielen ehrenamtlichen Sprachkursen mit Büchern zurecht, die ausschließlich für Lerner mit hohem Bildungsniveau konzipiert wurden? Mit SchülerInnen, die zum Teil gar nicht, zum Teil nur arabisch alphabetisiert sind?

„Viele Deutschbücher sind zu komplex“, sagt Moses Fendel. „Sie setzen voraus, dass die Schüler wissen, wie Fremdsprachenlernen funktioniert.“ Der 28-Jährige ist einer von den Tausenden ehrenamtlichen Deutschlehrern im Land, die derzeit bei der Integration der Asylsuchenden mithelfen. Didaktische Vorkenntnisse bringt der Geschichtsstudent zwar nicht mit, aber Sprachtalent. Fendel spricht Russisch und Spanisch.

Seit einem Jahr geben Fendel und andere Ehrenamtliche jungen afrikanischen Männern, die in Berlin Kirchenasyl genießen, Deutschunterricht. Dass der Kurs kostenlos ist und auch Personen ohne Papiere offensteht, hat sich herumgesprochen. Zwischen 10 und 15 Kursteilnehmer aus ganz Berlin kommen viermal die Woche zum Unterricht in die Gemeinde der Kreuzberger Passionskirche. Wer regelmäßig kommt, muss auch keine Deutschbücher bezahlen. Gemeindemitglieder haben das Geld für die Bücher gespendet.

Fendel erinnert sich, dass ihnen jemand das Buch „Berliner Platz neu“ vom Klett-Verlag empfohlen hatte. Der Einstiegskurs „A0“ sei geeignet, Lernenden ohne Vorkenntnisse Alltagssprache beizubringen. „Ein guter Start – für Flüchtlinge und Asylbewerber“, wirbt der Verlag auf seiner Website. Dem kann sich Fendel nicht vollends anschließen: „Die Komplexität ist stark reduziert, das schon.“ So würden etwa Possessivpronomen nur in der ersten und zweiten Deklination – mein, dein – gebraucht.

Die Aufgabenstellungen würden die Schüler jedoch überfordern. Wenn es heißt: Ergänzen Sie, ordnen Sie zu, kreuzen Sie an, sei das vielen zu abstrakt. „Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, wissen, wie Lernen funktioniert“, sagt Fendel. Dass das nicht überall so ist, müsse man sich bewusst machen.

 

Le|bens|wirk|lich|keit, die

 

Ehrenamtliche Sprachlehrer wie Moses Fendel haben es schwer, das komplette Angebot an DaF- und DaZ-Büchern zu überblicken. Auf der Bildungsmesse Didacta, die vor zwei Wochen in Köln zu Ende ging, präsentierten die Verlage ihre Angebote, die speziell auf Flüchtlinge zugeschnitten sein sollen. Für die Branche ist das ein riesiger Absatzmarkt. Allein für die schulische Sprachförderung in den sogenannten Willkommens- und Übergangsklassen bieten die Verlage nach eigenen Angaben weit mehr als 1.000 verschiedene Bücher an. Und mittlerweile sogar eine Vielzahl kostenloser Materialien zu einzelnen Unterrichtsstunden.

Aber es gibt auch Alternativen zu den Verlagsangeboten. Sehr beliebt ist das „Thannhauser Modell“, benannt nach der schwäbischen Kleinstadt Thannhausen, in der das Buch entwickelt wurde. Als sich im vergangenen Jahr herumsprach, dass zwei pensionierte Schulleiter die selbst erstellten Unterrichtsblätter zum Selbstkostenpreis verschickten, waren die ersten tausend Exemplare schnell vergriffen. Mittlerweile gibt es das Büchlein schon in der 9. Auflage. Denn es ist günstig. Mit 6,50 Euro kostet ein Buch nur halb so viel wie viele Standardwerke.

Einer der beiden Autoren, Karl Landherr, erklärt sich die Beliebtheit nicht allein mit dem Preis. Das dünne Büchlein verzichte fast gänzlich auf Grammatik: „In unserem Buch müssen die Schüler nicht deklinieren und nicht konjugieren“, sagt Landherr. „Die Neuankömmlinge sollen einfache mündliche Sprachkenntnisse erwerben“. Und zwar in den Bereichen, wo sie sie wirklich brauchen. Smartphones als lebenswichtige Brücke zu ihren Familien kommen in den Kapiteln genauso vor wie Sparangebote der Deutschen Bahn oder ein Schema zum Asylverfahren. „In anderen Büchern heißen Kapitel ‚Meine Wohnung‘ oder ‚Im Urlaub‘“, sagt Landherr. „Aber welcher Asylbewerber hat schon eine eigene Wohnung oder fährt in den Urlaub?“

Der Hauptunterschied zu anderen Werken ist aber, dass das Thannhauser Modell deutsche Wörter im Buch übersetzt. Neben Englisch und Französisch gibt es die Bücher seit Kurzem auch in arabischer, persischer oder tigrinischer Übersetzung. Damit kämen die Flüchtlinge viel schneller mit, behauptet Landherr.

 
Sprach|di|dak|tik, die

 

Das Büchlein solle aber die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassenen Bücher nicht ersetzen, sondern ergänzen. Manche Anbieter von Integrationskursen wie das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen in Köln oder die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) setzen das Thannhauser Modell bereits für Vorkurse ein. Die DAA hat nach eigenen Schätzungen bundesweit mehrere tausend Bücher bestellt. Das Buch hat jedoch auch Kritiker.

Einer von ihnen ist Hermann Funk, Professor für Didaktik Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Jena. „Ich schätze das ehrenamtliche Engagement“, sagt er. „Aber niemand sollte so auftreten, als hätte er ein passgenaues Schulbuch für Flüchtlinge.“ Das sei unseriös. Sprachdidaktisch sei das Thannhauser Buch nicht gerade auf dem neuesten Stand. Die Übungen würden nicht aufeinander aufbauen, und nicht alle Alltagsgespräche im Buch seien wirklich praxisnah: „Wer sagt denn ‚Ich kaufe Tomaten‘ oder ‚Das Nashorn ist am größten‘?“

An der Arbeitsstelle für Lehrwerkforschung und Materialentwicklung untersucht Funk Daz- und Daf-Bücher. Welches Lehrbuch er empfehlen könne? Ehrenamtlichen Sprachlehrern rät er, wenn überhaupt, auf vom Bundesamt für Migration zugelassene Lehrwerke zurückzugreifen. „Versuchen Sie, kein neues Lehrbuch zu schreiben, es wird nicht besser“, warnt Funk. Doch genau genommen sollten in heterogenen Klassen ausschließlich ausgebildete Lehrkräfte unterrichten. Ehrenamtliche sollten sich lieber als „Sprachhelfer“ verstehen. Sie könnten beispielsweise beim Vokabeltraining helfen.

Die hätte zumindest Faouzi El-Jassem aus dem Integrationskurs nicht nötig. Neben der Grammatik paukt er zu Hause auch den Wortschatz aus den Kapiteln. Als einer von wenigen hat El-Jessem im Unterricht erklären können, was „Beratungspflicht“ heißt. El-Jessem lernt aber nicht nur, um die alles entscheidende Grammatikprüfung zu bestehen: „Viele Ausländer haben in Deutschland ein Problem“, sagt er: „Sie verstehen nicht, dass Lernen hier ein Teil der Mentalität ist.“

 

 

Die Homepage besuchen:

http://www.taz.de/Deutsch-Lehrbuecher-fuer-Fluechtlinge/!5281803

Wie viel Geld Energieversorger monatlich kassieren dürfen, ist klar geregelt: Der Verbrauch entscheidet. Trotzdem gibts oft Streit. Finanztest erklärt die Regeln für die Abschlags­zahlung bei Strom und Gas – und sagt, was Kunden tun können, wenn der Energieversorger nicht spurt.

Die Regeln sind eindeutig

Erstaunlich: Immer wieder gibts Ärger um die laufenden Zahlungen für Strom und Gas. Dabei sind die Regeln eindeutig: Kunden müssen pro Monat ein Zwölftel des Betrags zahlen, der dem Energieversorger fürs laufende Jahr wahr­scheinlich zusteht. Das ist leicht zu errechnen, wenn der Anschluss schon im Vorjahr bestand und sich die Faktoren für den Energieverbrauch nicht geändert haben: Die im Vorjahr verbrauchten Kilowatt­stunden sind mit dem aktuellen Preis einschließ­lich aller Steuern und Umlagen zu multiplizieren, etwaige Gebühren zu addieren und der Gesamt­betrag auf die nächsten zwölf Monate zu verteilen.

Erhöhung nur bei steigenden Preisen …

Das heißt auch: Bei gleich­bleibendem Verbrauch darf der Energieversorger höhere Zahlungen nur verlangen, wenn Strom- oder Gaspreis oder Gebühren steigen.

… oder veränderten Wohn­verhält­nissen

Etwas schwieriger wird es bei Einzug in eine neue Wohnung oder wenn sich wegen neuer Geräte, energie­intensiver Bauarbeiten, Familien­zuwachs oder Auszug erwachsener Kinder der Verbrauch ändert. Der Energieversorger muss dann so gut wie möglich schätzen, wie hoch der Energieverbrauch und damit die Jahres­rechnung sein werden. Energieversorger haben reichlich Vergleichs­daten und können ziemlich gut schätzen – wenn sie wollen.

System oder Versehen?

Trotz klarer Regeln gibt es häufig Ärger.

  • Extra­Energie verurteilt. Regel­mäßig hielt der Energieversorger Extra­Energie an hohen Monats­abschlägen fest, obwohl den Kunden für das voran­gegangene Jahr teil­weise mehr als 500 Euro Gutschrift zustand. Eine Klage der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen stoppte das Unternehmen. Klare Ansage des Land­gerichts Düssel­dorf: Mehr Geld als absehbar nötig zu kassieren, ist rechts­widrig (Az. 12 O 474/12). Verstößt Extra­Energie gegen die Vorgaben der Richter, drohen Ordnungs­gelder von bis zu 250 000 Euro oder Haft für die Geschäfts­führer.
  • Leser­beschwerde zu Eon. Gleich zweimal schoss Eon bei der Berechnung der monatlichen Gas-Abschlags­zahlungen von Finanztest-Leser Daniel Casado aus Duisburg übers Ziel hinaus und berechnete bis zu 85 Euro zu viel. Ursache unbe­kannt. „Wir haben leider fest­stellen müssen, dass uns hier ein hand­werk­licher Fehler unter­laufen ist, für den wir uns ausdrück­lich entschuldigen möchten“, sagte Eon-Sprecher Maximilian Heiler.
  • Trick mit elf Abschlägen. Oft heißt es bei Energieversorgern so oder so ähnlich: „Bei uns zahlen Sie elf Abschläge, der zwölfte wird mit dem Ergebnis der Jahres­abrechnung verrechnet.“ Das ist in Ordnung, wenn zur Berechnung des Abschlags der voraus­sicht­liche Betrag der Jahres­rechnung auf zwölf Monate verteilt wird. Verteilen Anbieter die Jahres­kosten dagegen auf nur elf Monate, ist das rechts­widrig. Verbraucher können verlangen, den Abschlag entsprechend, also um 8,3 Prozent, zu senken.

Bei unrecht­mäßiger Erhöhung Wechsel sofort möglich

Gut für Betroffene: Weigert sich der Energieversorger zu Unrecht, die Abschlags­zahlung zu senken, oder erhöht er sie ohne Grund, können sie sofort wechseln. Rechts­anwalt Thomas Holl­weck, ein auf Verbraucherrecht spezialisierter Rechts­anwalt aus Berlin, erklärt: „Hält sich ein Energieversorger nicht an die gesetzlichen Rege­lungen, so haben Kunden das Recht, diesen Vertrag vorzeitig zu beenden.“

Quelle:

www.test.de/

Rezepte: Hans Gerlach

Es wird mal wieder Zeit für etwas Abwechslung auf dem Abendbrottisch? Wir hätten da ein paar leckere Ideen!

 

Falafel mit Kräuterjoghurt und Quittenchutney (4-6 Portionen)

Das braucht man:
500 g Kichererbsen (trocken)
2 Knoblauchzehen
200 g Zwiebeln
1 Bund Koriander oder Petersilie
1 getrocknete Chilischote
je 1 TL Piment, Koriander und Kreuzkümmel
1 Prise Zimt
1 TL Salz
½ TL Backpulver
100 g Sesam
neutrales Öl zum Ausbacken

Joghurtdip:
1 Bund Dill
½ Gurke
Salz
Kreuzkümmel
250 g Rahm-joghurt 10%
etwa ½ TL Harissa

Quittenchutney:
250 g Schalotten
500 g Quitten
150 g Datteln oder getrocknete Aprikosen
1 gestr. TL Salz
100 g Zucker
2 EL Sonnenblumenöl
1–3 Chilischoten
1 TL Ras el-Hanout (oder ½ TL Kreuzkümmel)
2 Bio-Orangen
125 ml Apfelessig

So geht´s:

Falafel
1. Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser 24 Stunden quellen lassen.
2. Dill waschen, trocken schütteln und hacken. Gurke schälen, längs halbieren, die Kerne herauskratzen. Das Fruchtfleisch grob raspeln, salzen und in einem Küchentuch fest ausdrücken. Gurke, Joghurt und Dill mischen, mit Salz, Harissa und Kreuzkümmel abschmecken.
3. Kichererbsen abgießen, abtropfen lassen. Knoblauch und Zwiebeln schälen, Koriander waschen, trocken schütteln, alles grob würfeln und hacken. Alles zusammen durch den Fleischwolf lassen (feine Scheibe) oder im Blitzhacker nicht zu fein pürieren. 2 Stunden ruhen lassen, dann mit den Gewürzen und Backpulver (ohne den Sesam) ein zweites Mal durch den Wolf lassen oder durchmixen.
4. Mit einem Esslöffel walnussgroße Teigportionen abstechen. Einen Teller mit nicht zu viel Sesam bestreuen, Falafel darin wenden, flach drücken oder zu Kugeln formen und beiseite legen. Eine große, beschichtete Pfanne 0,5 cm hoch mit Öl füllen (für Kugeln eher 3 cm). Erhitzen, bis von einem ins Fett geworfenen Kräuterblättchen sofort Bläschen aufsteigen. Falafel in mehreren Portionen nacheinander goldbraun ausbacken, gut abtropfen lassen. Falafel mit Joghurtdip und Quittenchutney servieren.

Quittenchutney
1. Schalotten schälen, in Scheiben schneiden. Quitten waschen, vierteln, dabei das Kernhaus entfernen, das Fruchtfleisch auf einer groben Reibe zerkleinern. Datteln entkernen, schälen und grob schneiden. Alles in einen Topf geben, salzen und mit Zucker mischen. 20 Minuten ziehen lassen.
2. Chilischoten waschen und in Ringe schneiden, zusammen mit Ras el-Hanout zu den Quitten geben. Orangen waschen, die Schale einer Orange hauchdünn abschälen, den Saft von beiden Früchten auspressen, beides zu den Quitten geben und 20–40 Minuten bei schwacher Hitze garen. Dabei den Deckel auflegen, erst kurz vor Schluss abnehmen, den Essig und das Öl zugeben und bei größerer Hitze marmeladenartig einkochen. Harte Quittensorten benötigen eine deutlich längere Garzeit als weiche Sorten – falls die Flüssigkeit knapp wird, bevor die Quitten weich sind, noch etwas Wasser zugeben. Für die Kinder einen Teil ohne Chili zubereiten.
3. Das fertige Chutney in sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen und wie Konfitüre lagern.

 

Erstmals erschienen auf:

www.nido.de

Klassischer Bad- oder Kraft­reiniger – wer entfernt hartnä­ckigen Schmutz und Kalk am besten? Im Test treten 19 Mittel gegen­einander an. Im Putzwett­streit schneiden etliche güns­tige Reiniger gut ab. Ausgerechnet Seifenreste bereiten einigen Produkten große Schwierig­keiten – mehr noch als Kalk. Über­raschend schlecht schneidet Meister Proper ab. Erfreulich für Putzmuffel: Drei Mittel verhindern gut, dass sich neue Kalk­flecken bilden.

19 Mittel im Test: Kraft­meier gegen milde Klassiker

Die unzäh­ligen bunten Sprühflaschen in Drogeriemärkten lassen sich in zwei Gruppen unter­teilen: herkömm­liche Badreiniger und kraft­volle Mittel, die schon im Namen Stärke vermitteln („Power Reiniger“, „Maxx Power“). Die klassischen Reiniger kommen oft dezenter daher und tragen Beinamen wie „Classic“, „Citrus“ oder „Atlantik­frisch“. Vor allem bei ihnen zeigten sich große Unterschiede im Test. Jeder zweite der zehn geprüften klassischen Reiniger schneidet gut ab, der Rest nur ausreichend. Sie schwächeln vor allem bei der Putz­leistung. Dafür sind sie meist sanft zu Mensch und Natur. Bei den neun Kraft­reinigern ist es umge­kehrt: Sie reinigen meist gründlich, belasten Gewässer und Schleimhäute aber oft mehr.

Sechs lösen Kalk sehr gut

Bäder zu schrubben, blieb den Testern erspart. Sie prüften die Reiniger nicht in verschiedenen Haushalten. Der Schmutz wäre zu unterschiedlich, die Wirkung der Reiniger nicht vergleich­bar. Sie arbeiteten im Labor und nutzten Kalk in seiner edelsten Form: Marmor. Um zu prüfen, wie gut die Reiniger wirken, wogen die Prüfer kleine Marmorplatten aufs hundertstel Gramm genau. Dann tauchten sie die Plätt­chen in die Reinigerflüssig­keit. Schäumend fraßen sich die Säuren in den Marmor. Nach dem Abspülen und Trocknen gingen die Platten wieder auf die Waage. Je leichter sie geworden waren, desto mehr Kalziumkarbonat – sprich: Kalk – hatte der Reiniger beseitigt. Die Prüfung offen­bart den Vorteil vieler Kraft­reiniger: Etliche schneiden gut ab, sechs sogar sehr gut. Die Besten holen fünf­mal so viel Kalk von den Wänden wie einige herkömm­liche Badreiniger.

Manche versiegeln Oberflächen

Dass Kalk gar nicht erst entsteht, ist der Traum jedes Putzmuffels. Mehrere Produkte versprechen, ihn zu erfüllen und eine wasser­abweisende Schicht aufs Material aufzutragen. Einige versiegeln vergleichs­weise gut. Viel mehr Frei­zeit verschaffen sie aber auch nicht: Ein paar Mal duschen, dann bleibt das Wasser wieder an den Fliesen hängen, und es bildet sich erneut ein Kalk­schleier.

Ätzend zum Kalk, sanft zum Bad

Lange galt für Haus­halts­reiniger: Je besser sie wirken, desto größer ihre Neben­wirkungen. Unter säurehaltigen Kraft­protzen können Oberflächen leiden. In welchem Maße? Das haben wir geprüft. Wir ließen die Reiniger 24 Stunden auf 13 verschiedene Materialien einwirken, darunter Emaille, Keramik, Acryl, Gummi, Alu, verchromte Armaturen und diverse Kunststoffe. Erfreulicher­weise sind die Rezepturen vieler Produkte erstaunlich schonend zum Material. Das war in früheren Tests anders. Trotzdem sind scharfe Kalkkiller nach wie vor nichts für empfindliche Materialien wie etwa Marmorfuß­böden.

Einige Reiniger reizen die Schleimhäute

Für klassische Badreiniger verwenden die Hersteller in der Regel mildere Säuren als für die kraft­vollen Mittel. Das ist nicht nur vorteilhaft für sensible Oberflächen, sondern auch für Mensch und Umwelt. Einige Reiniger greifen Augen oder Atemwege an. Verbraucher sollten sie nur spar­sam, mit Hand­schuhen und bei offenem Fenster versprühen. In fens­terlosen Bädern empfiehlt sich sogar ein Atem­schutz.

Ursprünglich veröffentlicht:

www.test.de/Badreiniger-im-Test-Meister-Proper-Schlusslicht-4980485-0/

Über Haare, Frisuren und Haarpflege lässt sich mehr schreiben, als man so denkt. Und das auch noch richtig wissenschaftlich.

Palmblattfasern und Wolle mischten die alten Ägypter mit menschlichem Haar, um Perücken und Haarteile herzustellen. So ließen sie schon in der Antike das eigene Haar fülliger aussehen oder verlängerten es. Perücken dienen heute oft medizinischen Zwecken, Haarverlängerungen sind aber bei Stars wie Lady Gaga und in der Brautmode häufig zu finden. Das und vieles mehr über Haare ist im Frisuren-Blog „Street Hair“ nachzulesen, der Haarmoden wissenschaftlich untersucht.

Den Blog, der unter www.streethair.wordpress.com zu finden ist, schreiben Studenten des Arbeitsbereiches Mode und Ästhetik der Technischen Universität Darmstadt. Die Idee stammt von der Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Alexandra Karentzos, die seit 2011 Professorin für Mode und Ästhetik an der TU ist. „Es gab noch keine wissenschaftlichen Frisuren-Blogs“, sagt Karentzos. Sie will nicht wie die Autoren unzähliger anderer Blogs für Trends Werbung machen, sondern sie wissenschaftlich und soziokulturell erklären. „Der Blog soll ein Archiv der Trends sein.“ Es geht darin nicht nur um die Haare auf dem Kopf, sondern auch um Körper- und Schambehaarung. Dass Haare bisher so selten Forschungsgegenstand waren, erklärt Karentzos sich auch damit, dass die Kulturwissenschaft in Deutschland noch vergleichsweise jung ist. „Erst seit Kurzem wird der Fokus auch auf scheinbar abseitige Themen wie Haare und Frisuren gelegt.“

Seit dem Sommersemester 2014 gibt es den Blog. Zum einen beschäftigt er sich mit aktuellen Trends. Sie sind in der Rubrik „Street Style“ zu finden, für die die Studenten Leute auf der Straße ansprechen und deren Frisuren fotografieren. „Haar historisch“ wiederum erklärt außer der Geschichte von Perücken und Haarverlängerungen etwa die religiöse Bedeutung von Haaren. In der biblischen Geschichte von Simson und Delilah gelten sie als „Sitz der Seele, des Lebens und der Kraft“ – Delilah schneidet Simson die sieben Locken ab, mit jeder verliert er an Stärke.

Fußnoten belegen die Blog-Einträge, eine Literaturliste verweist auf Bücher wie „Tragbare Stürme: von spurtenden Haaren und Windstoßfrisuren“ und „Hair! Das Haar in der Kunst“. In den „Hair Tutorials“ werden aber auch einfach Schritt für Schritt Frisuren zum Nachmachen erklärt. Unter „Didaktik“ gibt es Aufgaben für angehende Friseure – Übungen zu Flecht-Techniken zum Beispiel. Bald werden in der Kategorie „Haarmode museal“ Trends aus verschiedenen Epochen erklärt, die die Studenten in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesmuseum erforscht haben. „Haare als Widerstandspotential“ ist das Blog-Thema im Sommersemester 2016.

Mehr zum Thema

„Haare haben immer eine Konnotation“, sagt die Studentin Daniela Herzog. Sie seien stets der Mode unterworfen – selbst die Verweigerung von Trends sei eine Aussage. Die 36 Jahre alte Friseurmeisterin und Visagistin, die nach dem Abitur Literatur- und Kulturwissenschaften studiert hat, ist seit dem Wintersemester 2013 für das Fach Körperpflege eingeschrieben. Um hierfür zugelassen zu werden, müssen die Bewerber mindestens ein 52 Wochen langes Praktikum in einem fachnahen Beruf absolviert haben. Herzogs Kommilitonin Damaris Rief hat eigens für ihr Studium eine Friseurlehre gemacht. Die meisten Studenten – im vergangenen Wintersemester ausschließlich Frauen – sind Kosmetikerinnen oder Friseurinnen. Viele wollen nach dem Körperpflege-Abschluss Berufsschullehrerinnen werden. Rief sagt: „Mir hilft die Ausbildung sehr, gerade in der Didaktik.“

Die Studenten besuchen Vorlesungen der Biologie, der Chemie sowie der Mode und Ästhetik, wo sie etwa Kunst-, Kulturgeschichte und Modetheorie lernen – und den Haar-Blog schreiben. „Bei Körperpflege denken viele an Altenpflege“, sagt Herzog. Viele Leute täten so, als sei das kein Studium wert. Sie hätten keine Ahnung, wie viel Wissenschaft dahinterstecke. Mit dem Blog „Street Hair“ soll das wenigstens einigen klargemacht werden.

Link zur Homepage:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/studium-koerperpflege-haarmoden-mit-fussnoten-13997544.html

Akzeptanz von Studienabschlüssen 

Die Große Koalition wollte Bachelor-AbsolventInnen den Weg in den höheren Dienst öffnen. Der Innenminister erklärt, diese seien dafür nicht qualifiziert.

Dies hat Innenminister Thomas de Maizière (CDU) der Süddeutschen Zeitung zufolge den stellvertretenden Fraktionschefs Hubertus Heil (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) mitgeteilt. Von „hohen Leistungsstandards“ und der „bestmöglichen Personalauslese“ sei die Rede. Ausnahmen könne es allenfalls für Bachelor-AbsolventInnen mit Promotion geben. Der Koalitionsvertrag sieht hingegen vor, den Zugang zum höheren Dienst für AbsolventInnen „mit Promotion oder mehrjähriger beruflicher Erfahrung“ zu öffnen.BERLIN taz | Lange war der Bachelor-Abschluss als „Karrieresackgasse“ und „Schmalspurabschluss“ verschrien. Nun wollte die Große Koalition AbsolventInnen den Weg in den höheren Dienst öffnen. Doch das zuständige Bundesinnenministerium erklärt nun, solch eine „breite Absenkung des Qualifikationsniveaus“ stehe nicht zur Diskussion.

Bachelor und Master waren 2003 im Zuge der Bologna-Reform eingeführt worden. Diese sollte europaweit zu einer Harmonisierung von Studiengängen und -abschlüssen führen. Ein weiteres zentrales Ziel war die Förderung der „Employability“ – Studierende sollten kürzer und effizienter studieren, um schneller für den Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Im Londoner Kommuniqué von 2007 heißt es dazu, die Regierungen sollten sicherstellen, „dass Beschäftigung und Karrierestrukturen innerhalb des öffentlichen Dienstes voll kompatibel sind mit dem neuen Abschlusssystem“.

Laut Kultusministerkonferenz stellt der Bachelor „als erster berufsqualifizierender Abschluss den Regelabschluss dar und führt damit für die Mehrzahl der Studierenden zu einer ersten Berufseinmündung“. Voraussetzung für den gehobenen Dienst ist bisher die Hochschulreife, im höheren ein Master oder gleichwertiger Abschluss.

Der Verweis auf die fehlende Qualifikation könnte der Akzeptanz des Bachelors insgesamt schaden, fürchten ExpertInnen. „Die Ergebnisse unseres Bildungsmonitors zeigen, dass man in der privaten Wirtschaft mit einem Bachelor gute Entwicklungs- und Karrierechancen hat“, sagte Florian von Hennet, Sprecher der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „Wer potenziellen Leistungsträgern die Einstiegs- und Aufstiegschancen unnötig einschränkt, schadet am Ende vor allem sich selbst“, sagte Hennet. „Das gilt für private Unternehmen genauso wie für den öffentlichen Dienst.“

Ähnlich argumentiert die Hochschulrektorenkonferenz. „Der Staat gibt damit ein Signal über den Wert des Bachelor-Abschlusses“, sagte deren Präsident Horst Hippler: „Als Bachelor wirst du in einer Schublade festsitzen, also strebe in jedem Fall den Master an.“ Als Folge werde die Nachfrage nach einem Masterstudium flächendeckend hoch bleiben.

Im Bildungsministerium wollte man sich mit Hinweis auf die laufende Ressortabstimmung nicht äußern.