Der Hobby-Blog

Mein Blog zu Familie und Erziehung

Am Ende des Herbsts, wenn kein Laub mehr fällt, sollten Sie sich die Zeit zur Dachrinnenreinigung nehmen. Nun liegen viel feuchtes Laub und Schmutz in der Dachrinne und drohen das Fallrohr zu verstopfen. Spätestens dann, wenn Regenwasser unkontrolliert aus der Rinne schwappt, wird klar: Die Regenrinne ist längst verstopft! Jetzt sollten Sie dringend die Dachrinne reinigen, um Schäden vom Haus abzuwenden.

Überlaufendes Wasser kann die Fassade durchnässen oder den Putz auswaschen, bei Frost dehnt sich gestautes Wasser aus und kann das Fallrohr aufsprengen, überlaufendes Wasser bildet aber auch Eiszapfen an der Dachrinne und kann so Bewohner wie Passanten gefährden! Um sowohl Ihr Haus wie auch Ihre Mitmenschen vor ungewolltem Schaden zu schützen, sollten Sie Ihre Dachrinne zweimal jährlich – im Herbst und im Frühling – säubern.

Zögern Sie die Dachrinnenreinigung nicht unnötig hinaus: Hat sich der Dreck erst einmal festgesetzt, ist die Reinigung der Dachrinne eine zeitraubende und mühselige Angelegenheit. Wichtig: Erledigen Sie das nur selber, wenn die Traufe des Dachs sicher erreichbar ist. In vielen Fällen wird auf einer Leiter gearbeitet, die häufig versetzt werden muss, um die gesamte Länge der Rinne zu erreichen. Sorgen Sie stets für einen sicheren Stand der Leiter. Bei mehrgeschossigen Häusern sollte besser der Profi mit Hubwagen die Dachrinnenreinigung übernehmen.

Dachrinne reinigen leicht gemacht 

Um die Dachrinne von Laub zu befreien, benötigen Sie eine stabile Leiter, Schaufel und Handbesen oder Bürste. Fegen Sie den Schmutz aus der Dachrinne – achten Sie darauf, dass das Laub nicht in das Fallrohr rieselt. Wenn Sie das Laub aus der Dachrinne entfernt haben, sollten Sie kontrollieren, ob das Wasser wieder einwandfrei abläuft. Neben diesem „Klassiker“ können Sie die Dachrinne auch mit Hilfe einer halben PET-Flasche säubern. Wir stellen Ihnen eine günstige Alternative vor (Details zeigt die Bildergalerie oben):

  • Halbieren Sie eine Plastikflasche. Sie ist das perfekte Kehrblech für die Rinne und nimmt Laub und groben Schmutz auf, ohne dass man diesen über den Rand der Dachrinne fegen muss.
  • Wenn Sie den Boden der PET-Flasche im Boden und unterem Drittel mit kleinen Bohrlöchern perforieren, fängt dieses selbst gebastelte Laub-Sieb den feuchten Schmutz auf, der dem Handfeger durch die Lappen geht.

Verstopfter Dachrinne vorbeugen

Um eine Verstopfung der Dachrinne vorzubeugen, bietet Marley zwei Laubstop-Systeme aus speziellem Kunststoff an. Laubstop, wie hier gezeigt, wird einfach in die Dachrinne gesteckt und fixiert sich selbst. Dieses System erhält man in zwei Größen (halbrunde Rinnen RG 150 bis 180 und RG 100 bis 125) und in zwei Metern Länge zu Preisen ab ca. sechs Euro pro Meter. Etwas teurer ist das System Laubfrei, das durch die flache Bauform aber auch unter weit hervorstehende Ziegel passt – und durch Klemmen sicher fixiert ist. Infos im Baumarkt und unter www.marley.de

Originalbeitrag:

www.selbst.de

Montag, acht Uhr, der Wecker im Kinderzimmer läutet. Ausgeruht klettert das neunjährige Mädchen aus seinem Bett. Nach dem Frühstück verlässt es ohne Hektik das Haus, mit dem Fahrrad braucht es zehn Minuten zur Schule. Es ist eine kleine Schule, nur 30 Kinder, zwei Klassen. Um halb zehn beginnt der Unterricht in hellen Räumen.

In altersgemischten Kleingruppen erarbeiten Kinder zwischen neun und 15 Jahren mit zwei Begleitern die Lerninhalte des heutigen Vormittags. Einige präsentieren den erlernten Unterrichtsstoff in Form eines kleinen improvisierten Theaterstücks, andere haben einen Kurzfilm gedreht.

Ab 13 Uhr gibt es den Mittagstisch, es wird gegessen, gelacht, geplaudert. Danach geht es in den Garten. Die Nachmittagseinheit dauert bis 17 Uhr, inklusive Hausübung. Ziffernnoten gibt es in dieser Schule nicht.

So oder so ähnlich stellen sich viele Kinder, Eltern und Lehrer die ideale Schule vor: mit individueller Förderung, auf Interessen und Begabungen der Kinder abgestimmt, in wertschätzender Umgebung. Doch so gestaltet sich die Realität in nur wenigen Schulen. Viele verbinden mit Schule eher Stress in der Früh, Notendruck, starre Lehrpläne und Leistungsbeurteilung, kaum Wertschätzung und wenig Individualisierung.

Starres System

Nicht alle wollen sich damit abfinden. Der Pädagoge, sechsfache (Patchwork-)Vater und Lehrer Michael Karjalainen-Dräger zum Beispiel. Er hat lange als Freizeitpädagoge gearbeitet und wechselte als 30-Jähriger an öffentliche Volks- und Hauptschulen in Wien, um dort Lehrer zu sein. Er blieb zehn Jahre. Oder, wie er es formuliert: “Ich habe es zehn Jahre ausgehalten.”

Dann war die Ernüchterung über enge Spielräume und begrenzte Möglichkeiten zu groß. “Es ist nicht lustig, in so einem starren System Lehrer zu sein.” Also tat er, was sich wenige trauen: Er gründete eine eigene Schule. Eine, die all die Ansprüche erfüllte, die er an kindzentrierte Bildung stellte: kleine, altersgemischte Gruppen, individuelle Förderung, kreativer Unterricht und Beginnzeiten, die die Kinder nicht im Wachkoma mit leerem Magen ins Klassenzimmer wanken lassen.

Einfach war es nicht. Aber Karjalainen war von seiner Idee überzeugt – und konnte andere überzeugen. “Ich habe mich erkundigt, was es braucht, um als Privater eine Schule zu gründen, und wurde bald kafkaesk im Kreis geschickt.” Nicht nur einmal stand das Projekt auf der Kippe, weil plötzlich neue Auflagen dazukamen. Die Amtswege hat er irgendwann nicht mehr gezählt. “Schnell war das Gefühl da: Gerne sehen es Behörden nicht, wenn Privatpersonen Schulen gründen. Die öffentliche Schule hat Angst, dass ihr die Kinder davonlaufen, und das Imperium schlägt zurück.”

Das sieht man im Bildungsministerium anders: “Wir sehen Privatschulen als positive Ergänzung des österreichischen Schulsystems, nicht zuletzt erhalten sie deshalb auch eine Fördersumme von 4,5 Millionen Euro pro Jahr.” Allerdings geht dieses Geld vor allem an konfessionelle Privatschulen. Für Schulen ohne Religionsgemeinschaft im Rücken gibt es wenig Unterstützung, sagt Karjalainen. Es gebe nur eine Umwegfinanzierung von 700 Euro pro Schüler und Schuljahr, wenn sich die Privatschule einem Dachverband Freier Schulen anschließt.

Zwei Jahre bis zur Eröffnung

Laut OECD kostet ein Schuljahr pro Kind aber zwischen 8000 und 12.000 Euro. Konfessionelle Privatschulen, die die deutliche Mehrheit der 721 Privatschulen in Österreich stellen, sind im Vorteil: Ihr Lehrpersonal bezahlt zur Gänze der Steuerzahler. “Die Lehrergehälter machen 75 bis 80 Prozent der Kosten aus”, sagt Karjalainen. Nichtkonfessionelle Schulen müssen das selbst berappen.

In seinem Fall hat es ein Jahr gedauert, bis er alle Informationen zur Schulgründung beisammenhatte und wusste, wer auf Behördenseite wofür zuständig ist. Man sollte von der Idee bis zur Eröffnung der Schule zwei Jahre einplanen, sagt er. Bei ihm war es im Herbst 2009 so weit: die “Lernwerkstatt Baden” für 20 Kinder öffnete ihre Pforten. Die Kinder konnten die gesamte Pflichtschulzeit dort absolvieren, unterrichtet wurde in altersgemischten Klassen mit maximal fünf Kindern pro Gruppe.

Den Vorwurf gegen “elitäre Privatschulen”, in denen Kinder aus “besseren Kreisen” unter sich blieben, kennt auch er. Und lässt ihn nicht gelten: “Durch eine Schulgründung spart die öffentliche Hand Kosten, die sie nicht weitergibt. Gleichzeitig bekommt man als Gründer den Vorwurf, elitär zu sein.” Um Kinder aus allen sozialen Schichten in die Privatschule zu bekommen, tritt er für einkommensabhängiges Schulgeld und Patenschaften ein.

Stolpersteine

Apropos Schulgeld: Ohne das lässt sich der laufende Betrieb kaum finanzieren. Sponsoring sei in der nötigen Größenordnung schwierig, Crowdfunding wenig aussichtsreich. “Meiner Erfahrung nach liegt die Schmerzgrenze bei 300 Euro Schulgeld im Monat für ein Halbtagsangebot”, sagt Karjalainen. Ist die Finanzierung geklärt, muss der richtige Raum her: Da hat jedes Bundesland andere Vorgaben – und derer gibt es viele, von der Gangbreite bis zum Fensterglas. Karjalainen rät, die Schulräume vorab behördlich prüfen zu lassen. Sie werden sonst leicht zum Stolperstein.

Gründer müssen sich entscheiden, ob ihre Schule über Öffentlichkeitsrecht verfügen soll oder nicht. Tut sie es, darf sie die Leistungen der Kinder beurteilen und Zeugnisse ausstellen. Die Schüler können dann relativ leicht ins Regelschulsystem wechseln.

Das ist bei Schulen ohne Öffentlichkeitsrecht schwieriger: Deren Schüler sind zum häuslichen Unterricht abgemeldet und müssen am Ende jedes Schuljahres eine Externistenprüfung an einer Regelschule bestehen. Andernfalls dürfen sie nicht länger die Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht besuchen.

Flexible Ferienzeiten

Alle Privatschulen brauchen ein behördlich genehmigtes Statut und einen vom Ministerium abgesegneten Lehrplan. Zeitlich lässt sich in der eigenen Schule vieles flexibel gestalten. So ist etwa nicht vorgegeben, wie lange die Einheiten dauern oder wann Ferien sind. Das Lehrpersonal an Schulen mit Öffentlichkeitsrecht muss mit den Behörden abgestimmt werden: Ihnen ist wichtig, dass es geprüfte Lehrer sind. “Die Gründung einer Privatschule muss natürlich nach einem bestimmten Muster ablaufen”, heißt es aus dem Bildungsministerium. “Um garantieren zu können, dass alle notwendigen Regelungen, die im Privatschulgesetz verankert sind, getroffen wurden.”

Karjalainen ortet bei den Lehrern aber einen Graubereich: Schulleiter müssen zwar immer geprüfte Lehrerinnen oder Lehrer sein, in Schulen ohne Öffentlichkeitsrecht kann aber im Prinzip jeder unterrichten. “Als Schulerhalter könnte ich im Statut etwa festlegen, dass bei mir nur Psychotherapeuten unterrichten sollen.”

Natürlich sei es eine Kränkung fürs Regelschulsystem, wenn Privatschulen wie Pilze aus dem Boden schießen, sagt er. Dabei könne es viel lernen von Schulen, hinter denen engagierte Menschen mit pädagogischen Visionen stehen. Von staatlichem Interesse habe er bisher aber nicht viel bemerkt: “Ich kenne keinen Fall, wo jemand von den Behörden auf uns zugekommen wäre und nachgeschaut hätte, was gut funktioniert.” 

Ursprünglich veröffentlicht:

http://derstandard.at/2000052073262/

Das Verwaltungsgericht Osnabrück hat die Klage einer Lehrerin, die mit Kopftuch unterrichten wollte, auf Entschädigung wegen religiöser Diskriminierung gegen die Niedersächsische Landesschulbehörde abgewiesen. (Aktenzeichen beim VG Osnabrück: 3 A 24/16)

Bei der Klage ging es um einen Fall von 2013: Die Lehrerin hatte zunächst von der Landesschulbehörde eine Einstellungszusage für eine Schule im Raum Osnabrück bekommen. Als bekannt wurde, dass sie in der Schule ein Kopftuch tragen wollte, zog die Behörde ihre Zusage zurück.

Das Gericht erklärte nun, der Anspruch auf Entschädigung sei schon deshalb zu verneinen, weil die Schulbehörde die Frau nicht “wegen ihrer Religion” benachteiligt habe. Die Behörde habe sich auf eine gesetzliche Grundlage im Landesschulgesetz gestützt, die alle Bewerber gleich behandle und sämtliche religiösen und weltanschaulichen Symbole verbiete. Damit habe die Behörde in Hinblick auf die staatliche Neutralitätspflicht richtig gehandelt.

Die Behörde hatte sich damals auf Paragraf 51 des niedersächsischen Schulgesetzes bezogen. Darin steht, das “äußere Erscheinungsbild” von Lehrern dürfe, “auch wenn es aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen gewählt wird”, keinen Zweifel daran lassen, dass der Lehrer “den Bildungsauftrag der Schule überzeugend erfüllen kann”. Das interpretierte die Behörde so, dass es eine Anstellung der bekennenden Muslimin ausschloss.

VG Osnabrück: Für das Urteil war auch Rechtslage von 2013 entscheidend

Die klagende Lehrerin, die heute in Nordrhein-Westfalen lebt, hatte Schmerzensgeld nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gefordert. Sie sah sich von der Schulbehörde durch die Entziehung der bereits zugesagten Stelle diskriminiert.

Dass die Frau erst zwei Jahre später gegen die Entscheidung klagte, liegt an einem richtungsweisenden Kopftuchurteil des Bundesverfassungsgerichts von 2015: Damals hatten die Richter ein rigides Kopftuchverbot in Nordrhein-Westfalen kritisiert und das Land aufgefordert, es “verfassungskonform einzuschränken”.

Bis zu der Gesetzesänderung 2015 hatte in NRW eine Regelung gegolten, nach der bereits eine “abstrakte Gefahr für Neutralität und Schulfrieden” für ein Verbot genügte. Die Verfassungsrichter urteilten aber, es sei eine “hinreichend konkrete Gefahr” erforderlich, die von einem Kopftuch in der Schule ausgehen müsse. Eine Kopftucherlaubnis war die Korrektur nicht. Mehrere Länder mussten daraufhin allerdings ihre Schulgesetze überarbeiten, auch weil sie das Christentum explizit gegenüber anderen Religionen bevorzugt hatten.

Die Verwaltungsrichter in Osnabrück urteilten nun: Selbst wenn die Lehrerin im Osnabrücker Fall von der Schulbehörde wegen ihrer Religion benachteiligt worden wäre, sei in dem Fall die Entscheidung der Schulbehörde gerechtfertigt gewesen. Für die Beurteilung sei retrospektiv die Sach- und Rechtslage von 2013 entscheidend. Zu jenem Zeitpunkt habe sich die Schulbehörde auf die gesetzliche Grundlage des Schulgesetz berufen dürfen, weil damals die ältere Rechtsprechung des Verfassungsgerichts von 2003 maßgeblich war.

Danach sei für ein Kopftuchverbot nur ein hinreichend bestimmtes Gesetz gefordert worden. Die neuere Entscheidung des Verfassungsgerichts von 2015, die für ein Kopftuchverbot zusätzlich eine konkrete Gefahr für die Schutzgüter Schulfrieden und Neutralität verlange, habe es im Jahr 2013 noch nicht gegeben.

Das Urteil aus Osnabrück ist noch nicht rechtskräftig und kann binnen eines Monats nach Zugang der schriftlichen Entscheidungsgründe angefochten werden.

Von:

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule

WELCHE Hausbau-Versicherung ist nun wirklich am wichtigsten, wenn ich mich einmal dazu entschieden habe, ein eigenes Haus zu bauen oder bauen zu lassen?” Eine Frage, die von privaten Bauherrn immer wieder gestellt wird – und tatsächlich gar nicht so einfach zu beantworten ist. Schließlich hören sich alle in Frage kommenden Versicherungen ziemlich wichtig an…

Bauherrnhaftpflicht, Rohbauversicherung, Grundstücks-Haftpflicht-Versicherung, Bauleistungsversicherung, Feuerrohbauversicherung, private Krankenversicherung, Bauhelferversicherung und Unfallversicherung.

Wohngebäudeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Bauwesenversicherung, Hausratversicherung, Restschuldversicherung, Leitungswasserversicherung oder Elememtarschadenversicherung.

Bei dieser Fülle an Hausbau-Versicherungen kann ein Bauherr durchaus einmal ins Grübeln kommen…

Und in den Versicherungsbedingungen muss man oft schon sprichwörtlich mit der Lupe nach verständlichen Klauseln suchen, um zumindest halbwegs beurteilen zu können, was für einen privaten Bauherrn wichtig ist und was nicht.

Dazu kommt noch, dass für viele Leute schon alleine das Wort Versicherung oft ein echtes Reizwort ist und daher – aus welchen Gründen auch immer – nicht selten ein möglichst großer Bogen um dieses Thema gemacht wird.

Trotzdem weiß jeder Bauherr sehr gut, dass beim Hausbau Versicherungen abgeschlossen werden müssen, weil es einfach logisch ist, dass beim Bau eines Hauses schnell etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Die wenigsten wissen aber wirklich genau, was wie ganz konkret versichert werden sollte.

 

Warum Hausbau-Versicherungen überhaupt erforderlich sind

Jeder Bauherr geht mit dem Bau eines Hauses gleich mehrere Wagnisse ein, die im schlimmsten Fall auch zu finanziellen Nachteilen führen können. Alleine mit der Einrichtung und dem Betrieb Ihrer Hausbau-Baustelle entsteht eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für Sie selbst, Ihre Nachbarn und für alle am Bau beteiligten Menschen.

Aber auch dann, wenn Sie Ihr Bauvorhaben finanzieren (müssen), gehen sowohl Sie als auch Ihre finanzierende Bank ein gewisses Risiko ein und dazu kommt dann noch, dass auch das Gebäude selbst während der Bauzeit ständig allen möglichen Gefahren und Elementen ausgesetzt ist.

Sollten Sie sich – was Sie in Ihrem eigenen Interesse jedenfalls tun sollten – zur Abwicklung Ihres geplanten Bauvorhabens schon für die professionelle Unterstützung durch einen Baubegleiter entschieden haben, wird sich dieser ohnehin  um alle nötigen Hausbau-Versicherungen kümmern.

In diesem Fall dürfen Sie also darauf vertrauen, dass ein professionell organisiertes Bauvorhaben auch entsprechend professionell versichert sein wird.

IHRE Verantwortung…

Das ändert aber nichts daran, dass SIE im Rahmen Ihrer Bauherrnpflichten schlussendlich dafür verantwortlich sind, sich gegen alle diese Einflüsse entsprechend abzusichern und zu schützen.

  • Ihr baubegleitender Baufachmann wird Sie zwar über alle nötigen Hausbau-Versicherungen informieren, die entsprechenden Versicherungsverträge müssen aber von Ihnen unterschrieben werden.

Als verantwortungsbewusster Bauherr sollten Sie sich daher in jedem Fall schon vorher darüber informieren, welche Versicherungen bei Ihrem Bauvorhaben notwendig sind – und zwar sowohl während der Bauzeit als auch nach der Fertigstellung – also dann, wenn Sie in Ihrem neuen Haus wohnen.

 NICHT VERGESSEN: 

Sie selbst müssen kein Versicherungs-Experte werden! Sobald Sie auch nur annähernd das Gefühl haben, mit den hier zu treffenden Entscheidungen in irgendeiner Weise überfordert zu sein, sollten Sie unbedingt so schnell wie möglich die professionelle Hilfe eines unabhängigen Beraters in Anspruch nehmen.

Welche Versicherungen in jedem Fall Pflicht sind

Welche Versicherung Sie für die Abwicklung Ihres individuellen und nicht mit anderen vergleichbaren Bauvorhabens wirklich brauchen, hängt von mehreren Faktoren ab, wobei sich alles auf die Frage konzentriert, WIE Sie Ihr Bauvorhaben ganz KONKRET abwickeln werden.

 AUF DEN PUNKT GEBRACHT: 

1. Wenn Sie Ihr Haus teilweise oder zur Gänze selber bauen möchten und KEINEN Baubegleiter beauftragt haben, sind Sie selbst für den rechtzeitigen Abschluss der nötigen Versicherungen verantwortlich. 

In diesem Fall sollten Sie diese Aufgabe unbedingt gewissenhaft erledigen und sich über jede einzelne Hausbau-Versicherung genau informieren und dann entscheiden, welche Versicherungen SIE benötigen. 

2. Wenn Sie Ihr Bauvorhaben von einem professionellen Baubegleiter abwickeln lassen, wird sich Ihre Baubegleitung in Ihrem Namen um alle nötigen Hausbau-Versicherungen kümmern. 

In diesem Fall genügt es, zumindest einen Blick auf die verschiedenen Versicherungspakete zu werfen, um Ihr eigenes Hausbau-Wissen zu erweitern.

Egal, wie sie nun Ihr Bauvorhaben abgewickelt werden soll: Diese drei Versicherungen MÜSSEN – von wem auch immer – in jedem Fall abgeschlossen werden.

Das sind daher auch bei Ihrem Bauprojekt die  wichtigsten Versicherungen überhaupt:

  • Bauleistungsversicherung bzw. Bauwesenversicherung
  • Bauherren-Haftpflicht-Versicherung
  • Feuerrohbauversicherung bzw. Brandversicherung

GUT ZU WISSEN: Für diese wichtigsten Versicherungen überhaupt, die bei jedem Bauvorhaben ohne Wenn und Aber abgeschlossen werden müssen, gibt es von den meisten Versicherungs-Anbietern empfehlenswerte Gebäude-Neubau_Versicherungen, wo alle erforderlichen Leistungspakete in einem einzigen Gesamtpaket enthalten sind.

3 in 1: Gebäudeneubauversicherung als empfehlenswertes Gesamtpaket

Die Gebäudeneubauversicherung unseres deutschen Versicherungs-Partners ist eine spezielles Versicherungspaket, bei dem die wichtigsten Hausbau-Versicherungen bereits enthalten sind.  

  • Bauleistungsversicherung bzw. Bauwesenversicherung
  • Bauherren-Haftpflicht-Versicherung
  • Feuerrohbauversicherung bzw. Brandversicherung

Als besondere Serviceleistung können Sie bei Bedarf gleich hier einen aussagekräftigen Online-Tarifvergleich durchführen. Nutzen Sie diese nützliche und völlig kostenlose Serviceleistung und profitieren auch Sie von den für Sie besten Konditionen…

Nutzen Sie diese nützliche und völlig kostenlose Serviceleistung und profitieren auch Sie von den für Sie besten Konditionen.

Welche Risiken mit den einzelnen Hausbau-Versicherungen abgedeckt werden

Welche Hausbau Versicherungen auch für Ihr Bauvorhaben abgeschlossen werden müssen, können Sie von Fall zu Fall ganz einfach selbst entscheiden. Informieren Sie sich hier über die abgedeckten Risiken und entscheiden Sie dann, ob auch bei Ihnen dieser Versicherungsschutz erforderlich ist.

Bauleistungsversicherung

Diese Versicherung, die früher auch Bauwesenversicherung oder einfach nur Bauversicherung genannt wurde, ist im Wesentlichen die Vollkasko-Versicherung für Ihren Hausbau. Unabhängig von der Bezeichnung haben alle etwas gemeinsam: Diese Versicherung braucht JEDER Bauherr. Ohne Wenn und Aber

 ABGEDECKTE RISIKEN: 

Die Bauleistungsversicherung schützt Bauherren während der gesamten Bauzeit vor Schäden am Bauwerk bzw. an der Baustelle, wobei vor allem unvorhersehbare Schäden versichert sind.

  • Im Allgemeinen sind das Zerstörungen oder Beschädigungen, die durch höhere Gewalt verursacht wurden – also beispielsweise durch Sturm oder Hochwasser.
  • Darüber hinaus sind aber auch Schäden durch Konstruktions- und Materialfehler, Vandalismus, Fahrlässigkeit oder durch unbekannte Eigenschaften des Baugrundes versichert.

 NICHT GEDECKTE RISIKEN: 

Schäden durch Feuer sind NICHT durch die Bauleistungsversicherung gedeckt – dieses Risiko wird muss durch eine eigene Feuerrohbauversicherung abgedeckt werden. Üblich ist dabei allerdings, dass die Feuerrohbauversicherung während der Bauzeit kostenlos angeboten wird, WENN eine Bauleistungsversicherung abgeschlossen wird.

Bauherrenhaftpflicht

Jedem Bauherrn muss klar sein, dass er einem Haftungsrisiko ausgesetzt wird, WEIL mit dem Hausbau eine Gefahrenquelle geschaffen wird – und zwar nicht nur für den Bauherrn selbst, sondern vor allem auch für andere.

KONKRET: Entstehen durch das Bauvorhaben irgendwelche Schäden, ist dafür der Bauherr verantwortlich und kann daher von Dritten dafür haftbar gemacht werden.

WICHTIG! Alleine durch die Beauftragung von sach- und fachkundigen Personen – z.B. Architekten oder Handwerker – wird der Bauherr nicht von seiner eigenen Sorgfaltspflicht befreit.

 ABGEDECKTE RISIKEN: 

Die Bauherrnhaftpflicht schützt den Bauherrn, wenn durch das Bauvorhaben Schäden entstanden sind – beispielsweise, wenn sich jemand durch eine nicht fachgerechte Baustellenabsicherung verletzt hat, wenn herabfallende Baumaterialien Passanten verletzten oder Autos beschädigen.

Feuerrohbauversicherung

Wie der selbsterklärende Name schon sagt, werden durch diese Versicherung Schäden abgedeckt, die durch das Risiko eines Feuers, Blitzschlages oder einer Explosion entstehen, wobei diese Versicherung meistens im Zuge der Baufinanzierung abgeschlossen wird.

Sofern Sie Ihr Bauvorhaben also durch eine Bank finanzieren, wird die Bank in jedem Fall auf eine derartige Versicherung bestehen – und zwar vor allem auch zu IHRER Sicherheit.

 ABGEDECKTE RISIKEN: 

Versichert wird immer das noch nicht bezugsfertige Gebäudedie Versicherung gilt also während der gesamten Bauzeit bis zum Bauende. Das Besondere an der Feuerrohbauversicherung: Normalerweise wird diese elementare Versicherung kostenlos angeboten, WENN die Feuerrohbauversicherung

nach dem Einzug beim selben Versicherungsunternehmen in eine Gebäudeversicherung umgewandelt wird.

  • Durch die Feuerrohbauversicherung ist übrigens nicht nur das im Rohbau befindliche Gebäude versichert, sondern auch alle Baumaterialien und Bauteile, die sich auf dem versicherten Grundstück befinden.

KURZ UND BÜNDIG: Diese klassische Hausbau Versicherung braucht JEDER Bauherr ohne Wenn und Aber. UND: Auch diese Versicherung ist im Gesamtpaket unseres Partners enthalten.

Bauhelferversicherung

Diese Versicherung brauchen Sie NUR dann, wenn Sie Eigenleistungen erbringen wollen UND wenn Ihnen Freunde oder Bekannt beim Hausbau helfen sollen oder wollen. In diesem Fall müssen Sie Ihre Bauhelfer also vorschriftsmäßig anmelden.

  DRINGENDE EMPFEHLUNG:  

Unbedingt erkundigen, welche Versicherungs-Richtlinien in Ihrem Land gelten! Die Bauhelferversicherung ist jedenfalls nicht immer sehr umfangreich. So kann es beispielsweise sein, dass zwar Ihre unentgeltlich helfenden Bauhelfer gegen alle möglichen Baustellen-Risiken versichert sind, NICHT aber Sie selbst als Bauherr…

Darüber hinaus bieten einige Versicherungen spezielle Rohbau-Unfallversicherungen an – andere wiederum nicht. Tatsache ist:

  • WENN Sie sich helfen lassen, MÜSSEN zu Ihrer eigenen Sicherheit Ihre Helfer ohne Wenn und Aber auch ordnungsgemäß versichert sein.

Baufertigstellungsversicherung

Diese Versicherung brauchen Sie, wenn das ausführende Bauunternehmen keine Vertragserfüllungsgarantie abgeben kann oder will. In diesem Fall ist aber dann ohnehin äußerste Vorsicht geboten…

Im Detail wir hier nicht auf diese Versicherung eingegangen, weil diese nicht erforderlich ist, WENN Sie einen dichten Bauauftrag vergeben haben und in diesem Zug entsprechende Sicherstellungen von Ihrem Baupartner verlangt haben.

FAZIT: Bei Bedarf von passenden Fachleuten individuell beraten lassen – beispielsweise auch von Ihrer finanzierenden Bank.

Restschuldversicherung

Diese Versicherung bietet sich unter Umständen an, wenn Sie Ihr Bauvorhaben mit Bankkrediten finanziert haben. Sprechen Sie am besten mit Ihrer finanzierenden Bank, ob diese Versicherung in Ihrem Fall nötig ist oder nicht.

Eine Empfehlung über die Restschuldversicherung wird hier nicht abgegeben, weil diese Versicherung in direktem Zusammenhang mit Ihre Baufinanzierung steht und daher nur individuell betrachtet und beurteilt werden kann.

Grundstücks-Haftpflicht-Versicherung

Diese Versicherung bietet sich an, wenn Sie ein unbebautes Grundstück besitzen und nicht absehbar ist, dass Sie demnächst mit dem Bauvorhaben beginnen werden: Darüber hinaus macht diese Versicherung auch bei vermieteten Immobilien Sinn. Am besten gezielt informieren…

 

 

Genau das möchte ich Ihnen mit meiner Empfehlung ersparen. Nicht mehr und nicht weniger…

Besonders saftige und aromatische Speisen

Fisch, Fleisch oder Gemüse in einen Kunst­stoff­beutel legen und bei nied­riger Temperatur im Wasser­bad garen: Französische Köche haben diese Technik in den 70er Jahren erfunden und „sous vide“ getauft – über­setzt bedeutet das „unter Vakuum“. Das Ziel: Die Speisen sollen besonders, zart, saftig und aromatisch werden, Vitamine und andere Nähr­stoffe weit­gehend erhalten bleiben. Das Sous-vide-Prinzip fußt auf zwei Faktoren. Erstens können aus dem einge­schweißten Lebens­mittel weder Saft noch Aromen entweichen. Zweitens sorgen nied­rige Temperaturen zwischen 50 und etwa 90 Grad Celsius dafür, dass Garprozesse lang­sam verlaufen. Dabei ziehen sich beispiels­weise die Fleisch­fasern weniger zusammen als bei großer Hitze. Sie halten so mehr Saft im Fleisch. Außerdem bleibt der rote Fleisch­farb­stoff Myoglobin bei nied­rigeren Temperaturen erhalten, bei höheren Temperaturen verändert er sich zu graubräunlichem Metmyoglobin.

Tech­nisch aufwendig

Bei der Sous-vide-Küche kommen Technikfreaks auf ihre Kosten. Sie müssen die richtige Temperatur austüfteln und brauchen spezielle Hilfs­mittel und Geräte. Dazu gehören hitze­beständige Kochbeutel, ein Vakuu­miergerät und ein Wasser­bad. Manche Hersteller werben ausdrück­lich damit, dass sich ihre Kunst­stoff­beutel fürs Garen bei nied­rigen Temperaturen eignen. Für das Wasser­bad empfiehlt sich ein großer Topf plus Braten­thermo­meter. Mit Küchen­maschinen mit Koch­funk­tion oder speziellen Sous-vide-Garern lassen sich die Temperaturen noch exakter einstellen.

Sous-vide-Garen – eine kleine Anleitung

Einpacken. Waschen und würzen Sie das Gargut. Legen Sie es in einen Kochbeutel. Wer möchte, kann noch Kräuter, angedüns­tete Zwiebeln, Knoblauch oder Marinaden dazu geben. Befüllen Sie den Beutel so, dass zur Öffnung hin noch eine Hand­breit Platz ist. Dort kommt später die Schweiß­naht oder ein Verschluss hin.

Luft rauslassen und verschweißen. Ein Vakuu­miergerät erledigt diese Arbeits­schritte am unkompliziertesten und zuver­lässigsten. Es zieht die Luft in Sekunden aus dem Beutel und verschweißt ihn danach. Wer so ein Gerät nicht besitzt, kann sich mit einem Trinkhalm behelfen: Legen Sie ihn so zum Gargut im Beutel, dass das Ende aus der Beutel­öffnung schaut. Streichen Sie die Luft mit der Hand aus dem Beutel, fassen Sie die offene Seite mit der Hand zusammen. Saugen Sie solange am Trinkhalm, bis keine Luft mehr im Beutel fest­stell­bar ist. Ziehen Sie den Trinkhalm heraus. Verschließen Sie den Beutel so dicht wie möglich mit einem Clip.

Auf ausreichend Flüssig­keit achten. Beim Sous-vide-Garen müssen die Beutel im Topf oder Garer voll­ständig mit Wasser bedeckt sein. Mehrere Beutel in einem Topf sollten genug Platz haben, damit das Wasser zirkulieren kann.

Für passende Gartemperatur sorgen. Erhitzen Sie das Wasser und kontrollieren Sie mit dem Thermo­meter, wann die richtige Temperatur erreicht ist. Grund­sätzlich liegen die Temperatur­bereiche beim Sous-vide-Garen unter 100 Grad Celsius – die optimale Temperatur hängt vom jeweiligen Lebens­mittel ab. Für Fisch reicht sie etwa bis 65 Grad; für Rind bis 75 Grad; für Schwein, Geflügel und Wild bis 90 Grad. Fisch und Fleisch können wegen ihres hohen Eiweiß­gehalts bei nied­rigeren Temperaturen garen als Gemüse und Hülsenfrüchte. Pflanzliche Lebens­mittel sind reich an Zellulose, die erst bei höheren Temperaturen weich wird. Temperatur­empfehlungen für unterschiedlichen Lebens­mittel finden Sie auch in unserem Bestseller Kochen für Angeber.

Gar ziehen lassen. Die Garzeiten variieren je nach Gewicht des Garguts und Rezept – so gart zum Beispiel ein Kabeljau in 20 Minuten, ein Rump­steak in 50 Minuten und Möhren in einer Stunde. Laut Experten über­gart das Gargut nicht, wenn es etwas länger als empfohlen im heißen Wasser zieht.

Auspacken für Direkt­verzehr. Holen Sie den Beutel mit einer Zange aus dem Wasser, lassen Sie ihn abtropfen, legen Sie ihn auf einen Teller. Schneiden Sie den Beutel mit der Schere auf und heben Sie die gegarte Speise vorsichtig heraus. Sie kann direkt serviert werden.

Fleisch nach­braten. Sous-vide-Fleisch hat keine Kruste und keine Röstaromen. Wer nicht darauf verzichten möchte, kann es kurz in der Pfanne anbraten – aber nicht zu lang, sonst geht der Sous-vide-Effekt verloren.

Auf Vorrat kochen. Sie können die Gerichte auch vorkochen und einige Tage im Beutel lagern. Dazu die Beutel nach dem Kochen rasch in eiskaltem Wasser abkühlen, dann in den Kühl­schrank legen. Schneiden Sie die Beutel dann kurz vor dem Servieren auf und erhitzen Sie das Gericht. Diese Art des Vorkochens nutzen etwa auch Caterer – sie nennen es „Cook and Chill“ (über­setzt: „kochen und abkühlen“).

Auf Keime achten

Das Sous-vide-Garen bei Temperaturen unter 70 Grad tötet nicht alle kritischen Keime und Krank­heits­erreger sicher ab, die vor allem in tierischen Lebens­mitteln vorkommen können. Fleisch von Wild, Schweinen und Geflügel sollten auch in der Sous-vide-Küche immer auf 90 Grad erhitzt werden. Bei Rind­fleisch und Fisch sind nied­rigere Temperaturen vertret­bar – sofern die Ware frisch ist und einen guten Eindruck macht. Grund­sätzlich sollten Menschen mit geschwächtem Immun­system sowie alte Menschen und kleine Kinder Fleisch und Fisch nur durch­gegart essen – das heißt: mindestens zwei Minuten im Kern auf 70 Grad Celsius durch­erhitzt.

URL der Quelle:

https://www.test.de/Kochen-Sanftes-Garen-im-Kochbeutel-so-gehts-5118172-0

Gastronomie weiterhin auf Spitzenniveau

Mit drei neuen 2-Sterne-Adressen und 28 neuen 1-Stern-Häusern kommt die Ausgabe 2017 des Guide MICHELIN Deutschland am 2. Dezember in den Handel. Insgesamt liegt die Zahl der Restaurants mit einem oder mehreren Sternen jetzt auf dem neuen Höchststand von 292 Betrieben. Dies sind 17 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Dazu Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide MICHELIN: „Die Entwicklung der deutschen Spitzengastronomie bleibt dank zahlreicher junger, innovations-freudiger Köche auf sehr hohem Niveau. Vielfach haben sie ihr Know-how in internationalen Top-Häusern erworben und stellen ihr Können jetzt als Küchenchefs in eigenen Restaurants unter Beweis. Damit tragen sie maßgeblich dazu bei, dass die deutsche Gastro-Szene zu den besten in Europa und der Welt zählt“, so Ellis weiter.

Frischer Wind durch junge Küchenchefs

Zu dieser Generation hoch motivierter junger Köche zählt Shootingstar Tristan Brandt, der es zusammen mit seinem Team geschafft hat, dem Restaurant „Opus V“ in Mannheim innerhalb von nur zwei Jahren den zweiten MICHELIN Stern zu erkochen.
Erstmals mit zwei MICHELIN Sternen ausgezeichnet wurde ebenfalls das Restaurant „Geisels Werneckhof“ in München unter der Regie von Tohru Nakamura, der Spitzenküche mit japanischen Einflüssen kreiert. Auch er ist ein Vertreter der aufstrebenden jungen Küchenchefs.

Dritter neuer Aufsteiger in die 2-Sterne-Liga ist das Restaurant „Rutz“ in Berlin. Küchenchef hier ist Marco Müller. Die Bundeshauptstadt zählt damit sieben 2-Sterne-Häuser sowie zwölf 1-Stern-Restaurants und festigt damit ihren Ruf als kulinarischer Hotspot in Europa.

Zehn 3-Sterne-Häuser belegen Top-Niveau der Gastronomie

Die Zahl der deutschen 3-Sterne-Restaurants bleibt ebenfalls auf dem Stand von zehn Häusern. Damit behauptet Deutschland seinen Platz als europäisches Land mit den meisten 3-Sterne-Adressen nach Frankreich. Nur etwa einhundert Adressen weltweit tragen dieses Top-Prädikat für Kochkunst auf höchstem Niveau.

Einen neuen Spitzenwert verbucht der Guide MICHELIN Deutschland 2017 mit 243 Häusern bei den 1-Stern-Adressen. Insgesamt 28 Restaurants erhalten die begehrte Auszeichnung neu, davon mit dem „Bread & Roses“, „Le Flair“ und „Nenio“ gleich drei in Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt zählt damit zu den Gewinnern im Guide MICHELIN Deutschland 2017. Jeweils zwei neue 1-Stern-Häuser finden sich in Bonn, Köln und Nürnberg.

Trend zum „Casual Fine Dining“ hält an

Auf ihren Fahrten für die Ausgabe 2017 des Guide MICHELIN beobachteten die Michelin Inspektoren aktuelle Trends und Entwicklungen in der deutschen Küche und Gastronomie. So finden sich in der gastronomischen Top-Liga immer mehr Häuser, die auf hohem Niveau kochen und dabei eine legere, lockere Atmosphäre bieten. „Casual Fine Dining“ heißt dieser Trend, der auch ein jüngeres Publikum anspricht. Gerade in den Metropolen ist inzwischen eine lebhafte, abwechslungsreiche und spannende Gastronomie zu Hause.

„Bib Gourmand“ feiert 20. Geburtstag mit 472 Empfehlungen

2017 feiert der Guide MICHELIN Deutschland ein Jubiläum: Vor 20 Jahren erschien in der Ausgabe erstmals der „Bib Gourmand“. Das Prädikat für sorgfältig zubereitete Speisen zu moderaten Preisen (in Deutschland 37 Euro für eine dreigängige Mahlzeit) wird durch das schlemmende Michelin Männchen gekennzeichnet und war von Anfang an ein Erfolg bei den Lesern. Insgesamt 303 Restaurants erhielten im Premierenjahr 1997 einen Bib Gourmand. Im Laufe der Jahre nahm die Zahl der Adressen beachtlich zu. Für die Ausgabe 2017 des Guide MICHELIN Deutschland zeichneten die Tester 472 Häuser mit dem Prädikat für ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis und gute Küche aus. 60 Restaurants erhielten den Bib Gourmand neu.

Modernisiertes Layout erleichtert die Orientierung

Der Guide MICHELIN Deutschland 2017 erscheint in einem modernisierten, lesefreundlichen Layout. Die Anordnung der Empfehlungen ist übersichtlicher und praktischer: So stehen die Restaurant-Tipps vor den Hotelempfehlungen. Zusätzlich geben Schlüsselworte wie „traditionelle Küche, gastfreundlich“ oder „moderne Küche, elegant“ auf einen Blick direkt Auskunft über Küchenstil und Ambiente eines Restaurants oder den Charakter eines Hotels.

Insider-Tipps für Adressen mit dem „gewissen Etwas“

Weiteres Novum sind die Insider-Tipps der Michelin Inspektoren für Großstädte und touristische Zentren. Diese speziellen Empfehlungen sind zusammen mit einem Foto der jeweiligen Städte vorangestellt und beinhalten eine kurze Auswahl der Häuser, die durch ihre Atmosphäre, typische Spezialitäten für die Region oder ihre reizvolle Lage bestechen. Hierbei handelt es sich neben besonderen Hotels nicht nur um Sterne-Adressen, sondern ebenso um „Bib Gourmand“-Häuser, aber auch bodenständige Restaurants mit Lokalkolorit und guter Küche.

MICHELIN Teller weist auf „eine Küche von guter Qualität“ hin

Erstmals erscheint im Guide MICHELIN Deutschland 2017 auch ein neues Symbol, der MICHELIN Teller. Das Piktogramm steht für „eine Küche von guter Qualität“ und ist all jenen Restaurants vorangestellt, die nicht mit einem oder mehreren MICHELIN Sternen oder einem „Bib Gourmand“ ausgezeichnet sind. Das Symbol weist die Leser darauf hin, dass bereits die Aufnahme in die Auswahl des Guide MICHELIN als Zeichen für eine Küchenleistung über dem Durchschnitt zu werten ist.

Neue Hotelauswahl legt Wert auf Lage, Ambiente und Gastronomie

Der Guide MICHELIN Deutschland 2017 erscheint mit einer im Vergleich zur Vergangenheit deutlich reduzierten Hotelauswahl. Hintergrund: Als Antwort auf geänderte Reisegewohnheiten und Erwartungen der Leser listet der Titel künftig insbesondere solche Häuser, die über ein gewisses Plus verfügen und den Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis machen. Dazu zählen zum Beispiel eine besonders reizvolle Lage, ein charmantes Ambiente, ein großzügiger Wellnessbereich, modernes Design oder ein Hotelrestaurant mit besonders guter Küche.

Einheitliche Bewertungsmaßstäbe rund um die Welt

Der Guide MICHELIN gilt als internationale Referenz unter den Gastronomie- und Hotelführern. Die Basis dieses Vertrauens sind seine strengen Bewertungskriterien, die für alle 28 Länder, in denen der Guide erscheint, einheitlich sind. Für die Auswahl der Adressen im Guide MICHELIN ist ein erfahrenes Team aus fest angestellten, anonym arbeitenden Michelin Inspektoren verantwortlich. Alle Tester verfügen über eine fundierte Ausbildung und Erfahrung in internationaler Spitzenhotellerie und -gastronomie und haben zusätzlich eine intensive Ausbildung bei Michelin absolviert. Bei ihren Reisen auf der Suche nach den besten Restaurant- und Hoteladressen urteilen sie nach einem festen, an objektiven Maßstäben ausgerichteten Bewertungssystem, das sich im Laufe vieler Jahre bewährt hat. Deshalb steht der Guide MICHELIN für internationale Vergleichbarkeit und ein weltweit hohes Qualitätsniveau.

Ab 2. Dezember im Buchhandel

Der Guide MICHELIN Deutschland 2017 ist ab 2. Dezember für 29,95 Euro im Buchhandel erhältlich (Österreich: 30,80 Euro, Schweiz: 39 Franken). Außerdem lassen sich die Restaurant-Empfehlungen online über die Website „Bookatable by Michelin“ abrufen (https://www.bookatable.com/de). Die 54. Ausgabe des renommierten Hotel- und Gastronomieführers empfiehlt auf 1.176 Seiten insgesamt 2.306 Restaurants und 1.972 Hotels, davon:

292 Restaurants mit MICHELIN Sternen

10 3-Sterne-Restaurants
39 2-Sterne-Restaurants, darunter drei neue
243 1-Stern-Restaurants, darunter 28 neue
472 „Bib Gourmand“-Restaurants, darunter 60 neue

Das Spektrum der im Guide MICHELIN gelisteten Häuser reicht vom Landgasthof über das Gourmetlokal bis hin zur gut geführten Familienpension. Darüber hinaus listet der Guide MICHELIN zahlreiche Wellness-Hotels bis hin zu traditionsreichen Grandhotels

Sternerestaurants 2017 nach_Bundesland sortiert (PDF-Datei)

Sternerestaurants 2017 nach Orten sortiert (PDF-Datei)

Gesehen auf:

www.hoga-pr.de/news/guide-michelin-2017-31-neue-sterne-erstrahlen-ueber-deutschland-13802.html/

Das hat das Vergleichsportal Verivox errechnet. Demnach sinkt der gesamtdeutsche Durchschnitt auf 1166 Euro. Im Januar 2016 lag der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas noch bei 1258 Euro. Eine Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bezahlt im bundesdeutschen Durchschnitt also aktuell 92 Euro weniger.

511 Gasversorger haben die Preise bereits im Laufe des Jahres um knapp sieben Prozent reduziert. Für Januar oder Februar 2017 haben insgesamt 294 Gasversorger weitere Preissenkungen im gleichen Umfang angekündigt. Dem stehen nur acht Versorger gegenüber, die Preiserhöhungen von 6,5 Prozent angekündigt haben.

Gaskunden können langfristig sparen

„Seit etwa vier Jahren sinken die Gaspreise kontinuierlich. Das aktuelle Gaspreisniveau ist so niedrig wie seit über zehn Jahren nicht mehr“, beobachtet Jan Lengerke. „Angesichts der großen weltweiten Verfügbarkeit von Erdgas und einer immer besseren Verteilstruktur ist eine Trendwende derzeit nicht zu befürchten.“

Gaskunden können bei den Heizkosten deutliche Preisvorteile erzielen. Sie sollten daher auch bei einer Preissenkung des aktuellen Versorgers andere Angebote prüfen. Wichtig bei der Auswahl des neuen Gastarifs: kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen. So können Verbraucher jederzeit flexibel auf Bewegungen am Markt reagieren.

So setzt sich der Gaspreis zusammen

Die Gasnetzgebühren machen 27 Prozent des Gaspreises für private Verbraucher aus, weitere 25 Prozent entfallen auf Steuern und Abgaben. Der von den Gasversorgern beeinflussbare Anteil des Gaspreises ist mit rund 48 Prozent im Vergleich zum Strommarkt sehr groß. Gasversorger haben damit deutlich mehr Gestaltungsspielräume bei der Preisbildung.

 

Gesehen auf:

http://www.focus.de/immobilien

Im Umgang mit dem Tablet oft fitter als die Lehrer: die heutige Schülergeneration.

Nina Toller träumt von einer kleinen IT-Abteilung an der Schule. „Man darf nicht unterschätzen, wie lange es dauern kann, sich mit der Technik zu beschäftigen“, sagt die Lehrerin für Englisch, Latein und Geschichte am Franz-Haniel-Gymnasium in Duisburg. Dabei sei an ihrer Schule die Ausstattung vergleichsweise gut; es gibt Smartboards und eine Internetleitung. „Ich kann einen Hotspot aufbauen. Der funktioniert auch meistens, ist aber manchmal instabil. Und ich muss mein eigenes Gerät mitbringen, sonst wäre kein W-Lan möglich.“ Toller ist aber vor allem deshalb öfter mit technischen Schwierigkeiten konfrontiert als viele andere Lehrer, weil sie regelmäßig mit Hilfe von Internet und Computer, vor allem den Smartphones der Schüler, unterrichtet. Damit gehört sie zu einer kleinen, aber wachsenden Minderheit in Deutschland.

 

Leicht wird und wurde ihr das nicht gemacht. Denn sie muss nicht nur von einer besseren technischen Ausstattung und Unterstützung träumen, was es ohnehin nur an wenigen Vorzeigeschulen gibt. Ihr wurde zudem in der Ausbildung nicht vermittelt, wie man mit Computer und Internet unterrichtet. Dabei hat sie erst vor wenigen Jahren die Hochschule verlassen. „Das Digitale hat eine ganz, ganz geringe Rolle gespielt“, erinnert sie sich. Dass sie dennoch oft mit den neuen Medien unterrichtet, beruht auf Eigeninitiative. „Das Digitale liegt mir irgendwie.“ Vor allem ist sie überzeugt, dass man so die Lernbereitschaft der Schüler steigern kann.

Digitaler Wandel kommt in der Ausbildung der Lehrer viel zu kurz.

Bessere technische Ausstattung gibt es nur in Vorzeigeschulen.

Viele Lehrer haben Angst, sich im Umgang mit Hard- und Software vor den Schülern zu blamieren.

Unter den wenigen Lehrern, die bisher auch in der digitalen Welt kompetent unterrichten können, sind viele, die es wie Toller trotz mangelnder Ausstattung und Unterstützung tun – weil sie von den Vorteilen überzeugt sind. Dazu zählen sie neben der höheren Motivation der Schüler das Erlernen eines kompetenten Umgangs mit den neuen Medien und weiterer, auch für das spätere Berufsleben wichtiger Fähigkeiten wie Präsentieren, Produzieren, Kommunizieren und das Arbeiten in der Gruppe.

Die Zeit drängt; so sieht es jedenfalls die Wirtschaft. „Von der Grundschule bis zum Eintritt in den Arbeitsmarkt vergehen zwanzig Jahre; doch wir brauchen das digitale Knowhow schon heute“, gibt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands Bitkom, zu bedenken. So fehlten bereits 51.000 Informatiker. „Jeder Tag, den wir gewinnen, ist ein echter Gewinn, auch für die Wirtschaft.“ Ein verstärktes Lernen in der digitalen Welt fordern auch die Bildungspolitiker aus Bund und Ländern; sie bekunden, die digitale Schule nun einen großen Schritt voranbringen zu wollen.

Ohne die Lehrer wird das nicht gelingen. Doch was ist, wenn ihnen, anders als Junglehrerin Toller, das Digitale nicht einfach so liegt? „Diesen Lehrern wird es schwergemacht“, sagt Rohleder. „Weil Geräte fehlen; und wenn sie da sind, dann funktionieren sie nicht. Und wenn sie funktionieren, dann fehlen gute Lehr- und Lernmaterialien.“ Regelmäßig befragt Bitkom Lehrkräfte zur Digitalisierung der Schule. In einer Umfrage von vor einem Jahr gab knapp die Hälfte an, sie würden gerne öfter digitale Medien einsetzen. Dass sie es nicht täten, liege vor allem an fehlender Technik, Angst vor Technikversagen und der Sorge vor einem zu großen Aufwand. Eine große Mehrheit beklagte, dass nicht ausreichend digitale Lehrmaterialien zur Verfügung stünden und jemand fehle, der sich um die Technik kümmere und bei Problemen helfe.

 

Zur Internetseite:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/digitalisierung-in-der-schule-wenn-lehrer-mit-der-internetverbindung-kaempfen-14640919.html

Ein Studium allein ist kein Garant für einen Job. In den Foren von derStandard.at berichten User von ihren persönlichen Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt – 1 Foto

Die Arbeitssuche für Akademiker ist schwierig, zeigen die jüngsten Zahlen des Sozialministeriums. Akademiker in der Community von derStandard.at berichten im Forum von ihren Erfahrungen.

Viele User sehen eine Veränderung des Arbeitsmarktes: Ein Studium allein ist schon länger kein Garant mehr für einen Job, sondern eine Voraussetzung neben anderen Qualifikationen, etwa zusätzlichen Auslandserfahrungen, absolvierten Praktika und Sprachkenntnissen:

Das betrifft auch Berufseinsteiger mit naturwissenschaftlichem Hintergrund:

Dennoch gibt es Positives zu vermelden. Etwa dass man auch mit einem geisteswissenschaftlichen Studium reüssieren kann:

Andere User berichten, dass in ihrem Umfeld Akademiker recht rasch berufstätig waren – mit entsprechendem Networking:

Allgemein werden verschiedene Probleme angesprochen:

Und zum Abschluss noch zum Thema “marktfähige” Studienrichtungen:

Welche Erfahrungen haben Sie auf dem Arbeitsmarkt gemacht? Welche Postings entsprechen Ihrer Situation, welche haben Sie eher überrascht?

Ursprünglich veröffentlicht:

http://text.derstandard.at/2000050473135/Jobsuche-mit-Uniabschluss-User-und-ihre-Erfahrungen-auf-dem-Arbeitsmarkt

Erstaunlich, wie befreiend das ist: Gurken, Essig, Wasser, Zucker, Gewürze. So steht es auf den Einweckgläsern im Supermarkt als Inhaltsangabe. Aber man kann es auch als Rezept begreifen, denn mehr gehört wirklich nicht dazu. Und schon ist man ihn los, den Supermarkt. „Selber“, hat Sophia immer gesagt, und gemeint hat sie „Ich will das selber machen, alleine, ohne Hilfe“. Weil Hilfe abhängig macht. Alles, was man nicht selber machen kann, macht abhängig. Werden Kinder in Zukunft programmieren können müssen? Wahrscheinlich, weil sie sonst zu Gefangenen von Unternehmen werden, die machen, was sie wollen, ohne dass wir als Kunden kontrollieren können, ob das gut ist oder schlecht. Und müssen Kinder saure Gurken einlegen? Unbedingt! Aus denselben Gründen. Befreiung!

Das Prinzip ist uralt und einfach: Gemüse werden getrocknet, oder zumindest entwässert, und dann eingelegt: in Säure, Lake oder Öl. Fertig. Manches ist danach ein Jahr oder noch länger haltbar. Es ist lecker. Es sieht wahnsinnig gut aus im Regal und es ist selbst gemacht, was bedeutet, es ist ein gutes Geschenk für Leute, die nicht wissen, wie einfach es ist. Ich habe 20 Sekunden gebraucht, um zu lernen, wie man saure Gurken macht. Und ich bin offensichtlich langsam: Ich brauche nur 15 Sekunden, um es weiterzugeben. Man schneidet Einlegegurken in Scheiben, lässt sie über Nacht in Salz liegen, bringt am nächsten Tag Essig mit Zucker, Senfkörnern und Dill zum Kochen, füllt die abgespülten Gurken in ein steriles Glas, gibt den heißen Essig drauf, Deckel zu, fertig. Und wieder etwas gelernt. Manche nennen es Einwecken. Ich nenne es Selbstermächtigung.

Die befriedigendsten Momente beim Kochen sind normalerweise die Moves und die Magie. Mit dem Messer hacken. Aus dem Handgelenk den Inhalt der Pfanne wenden. Wenn sich im Topf die Konsistenz ändert. Aufgehen, glasig werden, eindicken. Aber das hier hat nichts davon. Alles sieht aus, wie es eben aussieht, absurd unverändert von roh zu eingelegt. Ein Glas mit Mixed Pickles enthält so viel und dabei praktisch nichts, was man nicht sieht – und der wirklich befriedigendste Moment dabei ist, wenn man Gläser mit diesen zweiteiligen Blechdeckeln benutzt, die sich einwölben, wenn der Inhalt kälter wird und die Luft sich zusammenzieht, so dass ein Unterdruck im Glas entsteht. Es ist ein Knacken. Wunderschön, weil es zeigt, dass alles funktioniert hat. Ein Signal, dass die Arbeit getan ist. Knack! Wie eine Fanfare. Das Glas ist sicher. Mehr noch, die Pickles sind sicher, und sie halten sich ewig, das heißt: Die Zukunft ist gesichert. Knack.

Sophia mag nichts Saures, so wie die meisten Kinder, aber sie mag schneiden. „Ich mach das selber! Alleine!“ Sie schichtet auch gerne in Gläser, wobei man aufpassen muss, dass die Gläser erstens steril sind und dass man deshalb nicht hineinfasst, und dass „steril“ zweitens auch heißt, dass man sich daran verbrühen kann. Messer, Hitze, Dampf und Naschen – Sophia und ich lieben dieselben Dinge in der Küche. Aber ich mag auch noch Saures.

Drei unterschiedliche Arten probieren wir aus: sauer einlegen, sauer einkochen und in Öl einlegen. Es geht natürlich noch viel mehr: einlegen in Salzlake zum Beispiel, aber man muss sich entscheiden. Außerdem sind Sophia und ich nur so halbgut zum echten Haltbarmachen zu gebrauchen, weil wir uns zu schnell langweilen. Eigentlich ist das Einwecken natürlich so gedacht, dass man dann, wenn die Gurken reif sind, die überschüssigen einweckt, damit man im Winter noch etwas davon hat. Gurken, Gurken, Gurken, bis alles weg ist. Kistenweise. Aber wir wecken lieber zehn verschiedene Sachen ein, was nicht besonders ökonomisch ist. In den Rezeptbüchern, die ich gewälzt habe, beziehen sich die Angaben meistens auf Mengen bis zu zweieinhalb Volumenliter, also zum Beispiel für fünf Pfundgläser Eingewecktes. Das ist natürlich nicht Fisch und nicht Fleisch, aber immerhin realistisch. Wir machen keine echte Lagerhaltung im Keller, und in der Wohnung haben wir gar nicht genug Platz für 50 Gläser von irgendwas. Allerdings sagt meine Erfahrung, dass es bei keinem Rezept, das ich probiert habe, mit den Mengen am Ende so hinkommt, wie es da steht. Ich würde deshalb in jedem Fall immer ein paar kleinere Weckgläser besorgen, um die übrig bleibenden Restmengen unterzubringen. Oder man hat halb volle Gläser, was allerdings auch nicht wirklich schlimm ist. Kochen ist zumindest für mich oft der einzige Moment am Tag, an dem ich Natur in der Hand habe. Alles andere, was ich anfasse, ist von Menschen gemacht. Das macht es für mich doppelt schön. Ich schnippel gerne große Mengen Zeug weg.

Ich habe Kochen erst spät gelernt, als ich Student war und mein Geld als Aushilfe in einer Restaurantküche verdient habe, und so schneide ich auch: schnell und rücksichtslos – Paprika quer, das heißt, ich schneide unten einen Deckel ab und so viele Ringe, bis ich fast die Plazenta mit den Samen streife, und dann drücke ich den Strunk mit allem von oben durch den offenen Boden heraus. So geht es schneller. Ich schäle Zwiebeln großzügig, weil sie billig sind, billiger jedenfalls als die Zeit die es braucht, vorsichtig die äußerste Haut abzuziehen. Zack, zack. Und ich schneide Maiskörner einfach mit einem kleinen Messer vom rohen Kolben herunter, weil ich keine andere Art des Auslösens gefunden habe, die zu meinem Rhythmus passen würde.

Heute, zu Hause, ist Kochen mehr Meditation als alles andere, und so behandle ich es. In Wahrheit benutze ich die meisten Rezepte ab dem zweiten Mal nur noch zur groben Inspiration und als Einkaufsliste. Beim Einwecken funktioniert das sehr gut. Man kann kaum grobe Fehler machen, am Ende schmecken die Dinge möglicherweise unterschiedlich, aber immer irgendwie gut. Wir haben also viel auf einmal gemacht, viel durcheinander, und man braucht mindestens zwei Durchgänge an aufeinanderfolgenden Tagen, wegen der vielen Trocknerei. Ich schlage deshalb eine Session vor, bei der man drei verschiedene Arten des Einlegens ausprobieren kann, und zwar so:

1. Sauer einlegen: Gurken, sauer und süßsauer, Mixed Pickles, Silberzwiebeln, Sandwichoder auch Butterbrot-Pickles. 2. Sauer einkochen: Mais-Paprika-Relish. 3. In Öl einlegen: Mediterranes Gemüse, Paprika- oder auch Chili-Schoten, ofengetrocknete Tomaten.

 

Die Tomaten sind irre. Im Ofen getrocknet werden sie nicht ganz trocken, also nicht wie die verschrumpelten, sonnengetrockneten. Am besten nimmt man deshalb eine Sorte, die nicht so viel Glibber drin hat, zum Beispiel Flaschentomaten. Da die nicht sofort zu bekommen waren, behelfen Sophia und ich uns mit normalen Strauchtomaten, die gehen zur Not auch. Am ersten Tag halbiert man sie und legt sie mit der offenen Seite nach oben auf ein Backblech. Wegen der Sauerei kann man es mit Alufolie auslegen. Ich persönlich schrubbe das Blech aber lieber hinterher. Dann beträufelt man die Tomaten mit Olivenöl, bestreut sie mit Zucker und Salz und gibt ein bisschen gehackte Minze drüber. So kommen sie in den Ofen, bei 50 bis 60 Grad und leicht offener Tür – wir klemmen dazu einen Holzlöffelstiel ein – und da bleiben sie für immer. Zumindest fühlt es sich so an. Acht bis zwölf Stunden. Und in den ersten Stunden sieht man überhaupt nichts. Es ist, als würde man der Wäsche beim Trocknen zugucken. Pures Zen. Oder auch: stinklangweilig. Deshalb ist es gut, das als erstes erledigt zu haben, dann kann man alles andere machen.

Jetzt kommen die sauren Gurken, wir schneiden Einlegegurken in grobe Scheiben, in einer Schüssel heben wir reichlich Salz unter und lassen das Ganze unter einem Tuch, es darf ziehen bis morgen. Für die Sandwich-Pickles legen wir die geschnippelten Gurken beiseite. Weißweinessig mit Wasser, je nach Geschmack, aber höchstens eins zu eins, mit Zucker und Gewürzen zum Kochen bringen. Für süßsaure Gurken Apfelessig und Wasser nehmen. Das heiße Zeug einwecken. Fertig. Dann blanchieren wir in rauen Mengen Gemüse. Für alle Nichtangeber: Blanchieren ist nur ein schickes Wort für kurz in Flüssigkeit oder Dampf brühen. Auch da gibt es zwei Wege: Das mediterrane Gemüse kann man sehr gut einzeln in einer Mischung aus Essig, Zucker und etwas Salz blanchieren, die weichen Gemüse nur zwei bis drei Minuten, feste wie Karotten bis sie bissfest sind, das sind bei uns acht bis zehn Minuten. Dann alles auf Küchenpapier abtropfen und abkühlen lassen. Dann füllt man es mit Kräutern in sterile Gläser und bedeckt es mit Olivenöl. Fertig.

Nebenbei blanchieren wir Gemüse in kochendem Wasser: die Perlzwiebeln – vor allem, damit man sie leichter schälen kann – aber auch testweise Maiskölbchen und Würfel von Roter Beete. Letztere wecken wir jeweils in heißem Essig mit etwas Zucker und Salz ein, das Ergebnis wird später seriös lecker sein. Auch die Gurkenscheiben für die Sandwich-Pickles werden kurz mit kochendem Wasser überbrüht und dann abgeschreckt.

Die Zwiebeln legt man für 24 Stunden in Salzlake im Mischverhältnis von etwa 1 : 10. Bei uns sind es 60 bis 70 Gramm Meersalz auf einen Dreiviertelliter Wasser. Wasser und Essig nach Geschmack (Vorschlag im Verhältnis eins zu eins) im Edelstahltopf ein paar Minuten kochen und dann heiß über die Zwiebeln geben. Genauso verfährt man mit dem kleinen Gemüse für die Mixed Pickles, es muss aber nur ungefähr halb so lang in der Lake einweichen, also lediglich über Nacht. Inzwischen riecht übrigens schon die komplette Wohnung nach Essig.

Zu probieren gibt es noch nicht viel: Das mediterrane Gemüse kann man knabbern, richtig gut ist es erst nach ein paar Tagen, und dann muss es auch recht flott verbraucht werden, es hält bei Weitem nicht so lange wie sauer eingelegtes.

Als letzten Schritt von Tag eins rösten wir hübsche, längliche Paprikaschoten. Das geht sehr gut unter dem Grill im Ofen. Weil im Ofen aber schon die trocknenden Tomaten sind, machen wir es in der Grillpfanne: Fünf Minuten von jeder Seite, bis die Haut an manchen Stellen schon schwarz ist und aufplatzt, dann lässt sie sich sehr leicht abziehen. Die gehäuteten Paprika legt man in Zitronensaft und Salz ein, wieder über Nacht. Wer mag, packt ein paar Knoblauchzehen dazu. Das wäre alles, bis morgen. Wenn man jetzt aufhören könnte. Doch es gibt da einen Fehler im System: Wenn man nur einweckt, hat man nichts, was man probieren kann – also naschen. Kochen und nicht dabei essen ist Unsinn. Deshalb würde ich nebenbei, falls noch eine Flamme auf dem Herd und Kapazität im Hirn frei ist, das Mais-Paprika-Relish einkochen, davon kann man sofort essen.

Am nächsten Morgen sind die Tomaten schön angeschrumpelt, aber noch geschmeidig. Spät abends habe ich den Ofen ausgeschaltet und die Tür zugeklappt, und jetzt sehen sie göttlich aus und kommen mit ein, zwei Rosmarinzweigen ins Glas. Man kann Chilis und Knoblauch dazutun. Dann füllt man das Glas mit einem guten Olivenöl auf, so dass alles bedeckt ist. Das in Olivenöl eingelegte Gemüse hält nicht so lange wie in Essig eingewecktes, weil das Öl nicht konserviert, sondern nur luftdicht abschließt, und in den Gläsern kein Vakuum entsteht – wir arbeiten ja nicht mit Hitze. Deshalb sind zwei Dinge wichtig: Man muss vorsichtig alle Lufteinschlüsse aus den Tomaten rühren und das Glas muss natürlich innen steril sein. Und schon ein paar Tage später sind die Tomaten irrwitzig lecker, und das Öl kann man super über Pasta geben. Schon das ist toll. Aber das ist nur der kleinste Teil des Spaßes oder Stolzes oder was auch immer einen überfällt, wenn man diese unwirklich schönen Tomaten im Glas sieht, in der goldenen Schwerelosigkeit des Olivenöls. Es ist, als hätte man die Welt überlistet und selbst etwas geschaffen, das sonst Profis oder Maschinen vorbehalten ist.Einwecken ist die beste Form von Selbstgemacht, schöner, echter, richtiger als alles andere.

Und so geht es weiter: mit den Gurken, den Pickles, der Paprika, Glas um Glas. Die Küche riecht noch mehr nach Essig. Es beißt fast in den Augen und Sophia ist längst verschwunden, weil ich sie zu oft von dem Topf mit dem kochenden Wasser weggescheucht habe, in dem ich die Gläser abkoche. Aber ich bin auf einer Mission hier, ich bin nicht Vater, sondern Oma, ich wecke ein. Ich konserviere für den Winter. Ich packe Leben in Gläser. Und ich lache dabei. Einfach, weil es geht.

Adresse der Quelle:

http://www.nido.de/artikel/junges-gemuese/

Mittlerweile ist es in jeder Familie normal, dass mehrere PC’s oder Macs und natürlich Smartphones vorhanden sind. Computer, Tablets und Smartphones sind hochkomplexe Geräte und längst nicht jeder hat Lust, sich die nötigen Kenntnisse für die Einrichtung bzw. Fehlerbehebung anzueignen. Ohne eine PC Hilfe Berlin oder einen PC Notdienst kommen viele nicht weiter. Nun könnte man sagen, im Internet findet man immer jemanden, der das gleiche Problem hatte und eine Frage dazu gepostet hat. Das stimmt zwar fast immer, jedoch ist die Suche danach mühsam und zeitaufwendig und das größte Problem für die meisten Anwender ist, dass die bereit gestellten Lösungen wiederum Wissen voraussetzen, das der Anwender oft nicht hat.

Dann kommt es zu der absurden Situation, dass man dann die in den Lösungen beschriebenen Lösungsschritte googeln muss und dann meistens totale Verwirrung entsteht. Um das Geld für eine Computer Hilfe Berlin oder einen PC Doktor zu sparen, verwenden viele Leute eine Menge Lebenszeit, was oft genug in Frustration endet, schlimmstenfalls in einen großen Familienstreit. Ich habe es selbst erlebt, unser Router ist ausgefallen, kein Telefon und kein Internet. Kein Telefon ist heute kein Problem mehr, wenn alle Handys haben, aber kein Internet? Geht natürlich gar nicht. Trotz verzweifelter Bemühungen bekam ich den Router nicht wieder zum Laufen. Nicht hilfreich waren die ständigen Nachfragen der Familienmitglieder, wann es denn wieder ginge. Nachdem ich mit dem Problem nicht weiter gekommen bin, suchte ich mir über meine mobile Internet-Verbindung einen PC Notdienst Berlin, der mir schon am Telefon versuchte, zu helfen. Allerdings kamen wir nicht weiter und wir machten einen Termin. Am nächsten Tag kam der freundliche Herr vom PC Service Berlin und schaute sich den Router an. Er stellte ziemlich schnell fest, dass der Router defekt war und bot mir an, eine mitgebrachte Fritzbox als Ersatz anzuschließen. Dem stimmte ich zu und nach dem Anschluss und der Einrichtung der Fritzbox waren wir wieder online. Der Preis für den IT Dienstleister war wirklich in Ordnung und das Wichtigste: Die Familie hatte keinen Grund zu murren.

Azubi im Einzelhandel: Wer diesen Berufswunsch hat, hat allerbeste Chancen.

Die Lage ist dieses Jahr besonders schlimm: Immer weniger junge Menschen verlassen aufgrund des demographischen Wandels die Schulen. Und immer mehr junge Menschen wollen studieren. Es leiden die Ausbildungsbetriebe für deren Lehrstellenangebote sich immer weniger Schulabgänger interessieren.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Jochen Schweitzer, hat dafür deutliche Worte gefunden. Den Unternehmen „gehen die Bewerber aus“, sagte er: „Rund 14.000 haben überhaupt keine Bewerber mehr.“

Immer mehr Alarmstimmung wegen des Azubi-Mangels: Mancherorts gibt es gar keine Bewerber mehr.

172.224 offene Ausbildungsstellen gab es laut DIHK Ende Juli. Ende Juli letzten Jahres waren es 168.900, also 3300 weniger. Richtig frappierend ist der Unterschied zum Vorjahr jedoch, wenn man sich ansieht, wie groß die Lücke zwischen  Ausbildungsangeboten und suchenden Jugendlichen ist: Die Arbeitsagenturen hatten diesmal Ende Juli noch 24.000 Ausbildungsangebote mehr als suchende Jugendliche zu vermelden; im Vorjahr waren es nur 13.000.

Es gibt auch in diesem Jahr wieder Berufe, in denen die Arbeitgeber besonders dringlich auf der Suche sind. Rund 6200 Plätze für Köche waren dort etwa gemeldet, 4400 Lehrstellen für Hotelfachleute und 5300 Plätze für Kaufleute im Büromanagement. Auch als Friseur, Lagerlogistiker, KFZ-Mechatroniker oder medizinischer Fachangestellter haben suchende Jugendlich noch richtig gute Chancen: In all diesen Berufen gibt es Tausende offene Plätze.

Den Handel trifft es am härtesten

Am härtesten trifft der Bewerbermangel allerdings den Handel. Nach DIHK-Angaben waren Ende Juli noch 12.300 Lehrstellen für Einzelhandelskaufleute offen und 11.400 als Verkäufer. „Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, geeignetes Personal für ihre Ausbildungsstellen zu finden“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Die Ursachen liegen im demographischen Wandel und in der zu geringen gesellschaftlichen Wertschätzung für die duale Ausbildung.“

Es müsse in den Schulen und insbesondere den Gymnasien noch deutlicher gemacht werden, dass nicht nur die akademische Bildung zu guten Karrierechancen führe. Im Handel beispielsweise kommen mehr als 80 Prozent der Führungskräfte aus den eigenen Reihen, viele davon haben ihre Laufbahn mit einer Ausbildung in der Branche begonnen, sagte der Verbandschef.

Ähnlich argumentiert auch der DIHK: „Viele junge Leute sind sich nicht im Klaren darüber, dass die Gefahr von Arbeitslosigkeit bei einer Kombination von betrieblicher Aus- und Weiterbildung geringer ist als bei Akademikern“, sagte Schweitzer. „Und häufig verdient eine Fachkraft keineswegs schlechter als jemand, der eine Hochschule besucht hat.“

Wer nicht „ausbildungsreif“ ist kann Unterstützung bekommen

Dass die Zahl der offenen Lehrstellen so hoch ist, hat aber noch einen weiteren, durchaus verblüffenden Grund: Obwohl der Anteil der Betriebe, die überhaupt junge Menschen ausbilden, laufend zurückgeht, steigt die Zahl der Ausbildungsplätze, die von den verbliebenen Lehrbetrieben angeboten werden, wie die F.A.Z. schon Mitte Juli berichtete. Weil die Nachwuchsjahrgänge und Bewerberzahlen schrumpfen, treffen angehende Azubis also auf mehr Stellen. Kein Wunder, dass Schweitzer wirbt: „Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen.“

 

Der DIHK bemängelt allerdings auch, dass mancher Schulabgänger gar nicht die nötige Qualifikation für eine Berufsausbildung mitbringe. „Die Unternehmen tun schon eine ganze Menge, geben zum Teil sogar Nachhilfe, um auch leistungsschwächeren Ausbildungschancen zu geben“, sagte der Ausbildungsfachmann des DIHK, Markus Kiss. „Gleichwohl braucht es ein Mindestmaß an schulischer Vorbildung, damit eine Ausbildung erfolgreich geschafft werden kann.“

Ein von der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Vorjahr gestartetes Modell soll gegensteuern. Die so genannte „assistierte Lehrlings-Ausbildung“, die extra für schwächere Azubis gedacht ist. Dabei steht dem Lehrling und dem Betrieb meist ein Berufsbildungswerk zur Seite. Es gibt Nachhilfe für die jungen Menschen, aber auch so etwas wie „Lebenshilfe“ etwa bei Prüfungsstress oder Problemen mit dem pünktlichen Erscheinen bei der Arbeit. „Die Assistierte Ausbildung ist ein gutes Instrument, das beiden hilft – leistungsschwächeren Azubis und Ausbildungsbetrieben“, sagt Kiss.

Das Programm stößt auf wachsendes Interesse: Schon im ersten Jahr haben Angaben der BA zufolge 4800 Jugendliche von dem Projekt profitiert. Im neuen Lehrjahr sollen bis zu 7350 Auszubildende im Rahmen des Projekts betreut werden können; wie viele das Unternehmen und Azubis das Angebot tatsächlich nutzen werden ist bis dato noch unklar.

Entdeckt auf:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt