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Gemessen am Bruttoinlandsprodukt floss in Deutschland 2011 fast jeder zehnte Euro im weitesten Sinne in Bildung – von der Krippe bis zu Forschungsinstituten. Insgesamt waren das 245,1 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Verglichen mit 2010 handelte es sich um ein Plus von 4,5 Prozent und entsprach 9,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Ziel, zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung aufzuwenden, wurden damit erneut verfehlt.

Die Hauptlast trugen dabei wieder die Bundesländer, aber auch private Bildungsausgaben etwa für Schulbücher landeten in der Gesamtrechnung der Wiesbadener Bundesstatistiker. Die Steigerung der Ausgaben gegenüber 2010 erklären sie mit dem Zukunftsinvestitionsgesetz, dem Kinderbetreuungsausbau, Mehrausgaben für den Hochschulpakt, die Exzellenzinitiative sowie weitere Sonderprogramme.

Die Ausgaben im Einzelnen:

  • 137 Milliarden Euro ging an Kindergärten, Schulen, Hochschulen und in die duale Ausbildung.
  • 62,1 Milliarden Euro kamen Forschung und Entwicklung zugute.
  • 20,9 Milliarden Euro entfielen auf Weiterbildung, Jugendarbeit, Krippen und Horte.
  • 20,1 Milliarden Euro für Bildungsförderung und “die Käufe der privaten Haushalte von Bildungsgütern”, Schulbücher beispielsweise, wurden mit eingerechnet.
  • Fünf Milliarden Euro betrugen die Ausgaben für Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur.

Wo die Mittel herkommen, kann das Statistische Bundesamt derzeit nur für das Jahr 2010 beantworten: Damals steuerten der Bund (13 Prozent), Länder (40 Prozent) und Kommunen (elf Prozent) insgesamt zwei Drittel zur Gesamtsumme bei. Ein Drittel waren private Investitionen.

Betrachtet man nur den Bildungsbereich, haben öffentliche Haushalte sogar 80 Prozent finanziert (13 Prozent Bund, 52 Prozent Länder und 15 Prozent Kommunen). Die Finanzierung im Bereich Forschung und Entwicklung hingegen haben mit 66 Prozent größtenteils private Geldgeber wie Unternehmen und Organisationen übernommen. Deutschlands Hochschulen erhielten im Jahr 2011 eine Rekordsumme von 43,8 Milliarden Euro – was auch daran lag, dass so viele Menschen in Deutschland studieren wie nie zuvor.

 

Quelle:

www.spiegel.de/unispiegel

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